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      <title>World 0.1</title>
      <link>http://christianflury.com/blog/</link>
      <description>Christian Flury on Language, Web Development, Information Management, Internationalization, Localization, Translation and anything even remotely related that may or may not pop into his head</description>
      <language>en</language>
      <copyright>Copyright 2008</copyright>
      <lastBuildDate>Fri, 18 Apr 2008 21:34:37 +0100</lastBuildDate>
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      <docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs> 

            <item>
         <title>Ethik und die olympischen Spiele in China (German)</title>
         <description><![CDATA[<p><i>English Summary: While for a long time, because of my hostility to the Chinese regime along with my free-market ideals, I have often been branded a "cold warrior" or die-hard capitalist, mainstream opinion has again grown more sceptical of China as, in the build-up to the Olympic Games, its oppression of the Tibetan people has returned to the limelight. In this article, I explain how I believe globalization and free markets enable the average consumer to exert a great deal of pressure directly on the regime. Olympic Sponsors such as Coca-Cola, McDonald's or Omega that pay a fortune in order to be associated with a murderous regime that still venerates Mao, a tyrant responsible for the deaths of far more people than Hitler and Stalin combined, should get what they paid for: the utter disgust and condemnation of the free world. Come on, people, there's Pepsi, Red Bull, there's Burger King, there are dozens of quality watch makers. There are other consumer electronics makers than Samsung or Panasonic and other credit cards than Visa. There is really no reason - and no excuse - for us Western consumers if they were to chose to become accomplices to mass murder, oppression, torture and numerous other human rights abuses by buying the products of any sponsor of the Olympic Games.</i></p>]]></description>
         <link>http://christianflury.com/blog/2008/04/ethik_und_die_olympischen_spie.html</link>
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         <category>Free Thought, Free Markets</category>
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        <![CDATA[
                 <p><i>English Summary: While for a long time, because of my hostility to the Chinese regime along with my free-market ideals, I have often been branded a "cold warrior" or die-hard capitalist, mainstream opinion has again grown more sceptical of China as, in the build-up to the Olympic Games, its oppression of the Tibetan people has returned to the limelight. In this article, I explain how I believe globalization and free markets enable the average consumer to exert a great deal of pressure directly on the regime. Olympic Sponsors such as Coca-Cola, McDonald's or Omega that pay a fortune in order to be associated with a murderous regime that still venerates Mao, a tyrant responsible for the deaths of far more people than Hitler and Stalin combined, should get what they paid for: the utter disgust and condemnation of the free world. Come on, people, there's Pepsi, Red Bull, there's Burger King, there are dozens of quality watch makers. There are other consumer electronics makers than Samsung or Panasonic and other credit cards than Visa. There is really no reason - and no excuse - for us Western consumers if they were to chose to become accomplices to mass murder, oppression, torture and numerous other human rights abuses by buying the products of any sponsor of the Olympic Games.</i></p>
		<p>Lange genug wurde ich in privaten Diskussionen aufgrund meiner radikal ablehnenden Haltung der Volksrepublik China gegenüber gerne als rechtsliberaler, ewiggestriger kalter Krieger dargestellt. Es wurde mir entgegengehalten, den Menschen in China gehe es materiell relativ gut, China sei ein wichtiger Faktor in einer "multipolaren" Welt, und auch wenn es sich um eine Diktatur handle, so doch zumindest um eine relativ weise geführte Diktatur. Zudem müsste ich mich doch gerade als Liberaler über die schrittweise Liberalisierung und Marktöffnung freuen. Doch meiner Meinung nach ist ein freier Markt ohne Rechtssicherheit, Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit - ohne eine offene Gesellschaft - ebenso illusionär wie nachhaltige politische Freiheit und Achtung der Menschenrechte ohne freie Märkte. Wer wie China in eng eingegrenzten Bereichen freie Märkte schafft, aber zugleich das intellektuelle Fundament der freien Marktwirtschaft - die Mündigkeit des Einzelnen - negiert, bringt sich in einen unauflösbaren Widerspruch, der keine nachhaltige Entwicklung zulässt.</p>

<p><img alt="Was das Olympische Komitee und seine Sponsoren unterstützen" title="Was das Olympische Komitee und seine Sponsoren unterstützen" src="/images/blog/beijing_small.jpg" style="float:left;margin:10px 20px 10px 0px;" />Dass China Andersdenkende einsperrt, foltert und tötet, dass es Minderheiten systematisch unterdrückt und das eigene Volk gegen diese aufwiegelt, dass es weltweit allenthalben menschenverachtende Regimes unterstützt und schützt, dass es seinen demokratischen Nachbarn Taiwan und Japan äußerst feindselig gegenübertritt, dass es in Tibet eine wunderbare, jahrhundertealte Kultur systematisch vernichtet und insbesondere dass es nach wie vor mit Mao einen Tyrannen verehrt, der mehr Menschenleben auf dem Gewissen hat als Hitler und Stalin zusammen - all dies schien plötzlich vergessen, als China ein interessanter Markt wurde. Nun sind mit den Olympischen Spielen und den Unruhen im okkupierten Tibet diese Verbrechen in den internationalen Medien erneut in den Mittelpunkt gerückt - und doch wird meiner Meinung nach noch immer viel zu nachsichtig mit dem chinesischen Regime und seiner willigen Dirne, dem Olympischen Komitee, umgesprungen.</p>

<h4>Nichts rechtfertigt die Entscheidung für Peking</h4>

<p>Die Olympische Idee ist tot. Für wie dumm muss uns ein Verein halten, der uns weismacht, die Spiele müssten "unpolitisch" bleiben und sie zugleich in einem totalitären Staat wie China organisiert, in dem per definitionem alles politisch ist, da der Staat alles für sich vereinnahmt und allgegenwärtig ist? Die Eltern der Opfer des Massakers am Platz des Himmlischen Friedens, das China nach wie vor als gerechtfertigt bezeichnet, freuen sich jedenfalls gewiss, dass sich das IOC aus gänzlich unpolitischen Gründen bei den Schlächter ihrer Kinder anbiedert. Dann ist ja alles in Ordnung.</p>

<p>Und die angeblichen Präzedenzfälle? Berlin 1936? Hier fiel die Entscheidung über den Austragungsort noch lange vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten, und die Spiele fanden statt, bevor Hitler zum offenen Massenmord übergegangen war. Bei der Entscheidung für Peking waren hingegen sämtliche Verbrechen des Regimes schon lange bekannt.</p>

<h4>Die ethische Frage: Wie kann man als Einzelner etwas gegen seine Mitschuld an den chinesischen Verbrechen tun?</h4>

<p>Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch an allem Unrecht auf der Welt mitschuld ist. Das ist leider das Dilemma des menschlichen Lebens - wir sind ab unserem Eintritt ins Leben schuldig, weil es so viel Unrecht gibt, gegen das man etwas tun könnte. Daher stellt sich dem aufgeklärten Bürger die Frage: Wie kann er seine Mitschuld am Unrecht zumindest verringern und, so gesehen, im Alltag ethisch handeln?</p>
<p>Es ist wichtig, die berechtigte Abscheu vor dem Staat China nicht auf die Menschen in China zu übertragen &ndash; es gibt in China großartige Musiker, intelligente Wissenschafter und schlicht und einfach nette Leute - nicht anders als in Nazideutschland. Ich halte es für falsch, ein Regime über den Umweg über seine Untertanen zu treffen zu versuchen.</p>
<p>Doch - der Globalisierung sei Dank - hat der einzelne die Möglichkeit sich als mündiger Bürger und insbesondere als verantwortungsbewusster Verbraucher zu verhalten und so doch recht direkt auf die Politik einzuwirken, und dies vermutlich sogar wirksamer als durch direkte politische Betätigung.</p>
<p>Olympische Sponsoren wie <a href="http://en.beijing2008.cn/90/53/column211995390.shtml">Coca-Cola, Kodak, McDonald's, Omega, Panasonic, Samsung or Visa</a> lassen es sich viel kosten, die Selbstdarstellung des mörderischen chinesischen Regimes zu sponsern. Kein Wunder, China ist ein interessanter Markt. Doch ein noch viel interessanterer Markt sind wir, die freie Welt! Boykott ist ein starkes, agitatorisches Wort, doch wir sollten uns klar sein: Mit jeder kleinen Kaufentscheidung im Alltag können wir etwas dazu tun, etwas weniger Blut von den Opfern des chinesischen Kommunismus an unseren Händen zu tragen.</p>
<p>Es geht hier - wohlgemerkt! - nicht um einen generellen Boykott Chinas. Doch die Olympischen Spiele sind eine unerträgliche Selbstdarstellung eines üblen Regimes; es geht hier mitnichten um die chinesische Bevölkerung; wer dies sponsert, hat keine Entschuldigung.</p>
<p>Ich trinke gerne Mineralwasser, doch wenn mir heute im Restaurant Römerquelle oder Valser (beides im Besitz von Coca-Cola) angeboten wird, so schicke ich es freundlich zurück, erkläre, dass ich ungern durch meine Konsumation Unterdrückung und Folter unterstütze, und nehme lieber Leitungswasser. Ich habe mir überlegt, zusätzlich zu meiner MasterCard auch eine Visa zu nehmen - aber im Gedenken an die Opfer des Massakers am Platz des himmlischen Friedens bleibe ich doch lieber bei MasterCard. Warum nicht mal Pepsi oder das neue Cola von Red Bull ausprobieren, anstatt mit dem Kauf von Coca-Cola das Andenken der Millionen Opfern Maos zu schänden? Und warum nicht einmal anstatt dem Hinunterschlingen eines Burgers von McDonald's im hervorragenden Restaurant der engagierten Exiltibeterin <a href="http://www.tibet-kultur-restaurant.at/">Tseten Zöchbauer</a> essen? Das werden einem nicht nur die geknechteten Tibeter, sondern auch die Geschmacksnerven danken, wie ich aus guter Erfahrung sagen kann!</p>
<p>Zum Pepsi statt zum Coca-Cola zu greifen, die Mastercard statt der Visa hervorzuziehen, sich bei Burger King statt bei McDonald's vollzustopfen &ndash; ist dies zuviel verlangt, wenn es um Menschenrechte geht?</p>
                <p>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/Olympische+Spiele" rel="tag" class="technorati" title="Olympische Spiele">Olympische Spiele</a> <a href="http://technorati.com/tag/Olympische" rel="tag" class="technorati" title="Olympische">Olympische</a> <a href="http://technorati.com/tag/Spiele" rel="tag" class="technorati" title="Spiele">Spiele</a> <a href="http://technorati.com/tag/Olympics" rel="tag" class="technorati" title="Olympics">Olympics</a> <a href="http://technorati.com/tag/Olympic+Games" rel="tag" class="technorati" title="Olympic Games">Olympic Games</a> <a href="http://technorati.com/tag/IOC" rel="tag" class="technorati" title="IOC">IOC</a> <a href="http://technorati.com/tag/Olympisches+Komitee" rel="tag" class="technorati" title="Olympisches Komitee">Olympisches Komitee</a> <a href="http://technorati.com/tag/Tibet" rel="tag" class="technorati" title="Tibet">Tibet</a> <a href="http://technorati.com/tag/China" rel="tag" class="technorati" title="China">China</a> <a href="http://technorati.com/tag/Peking" rel="tag" class="technorati" title="Peking">Peking</a> <a href="http://technorati.com/tag/Beijing" rel="tag" class="technorati" title="Beijing">Beijing</a> <a href="http://technorati.com/tag/Coca+Cola" rel="tag" class="technorati" title="Coca-Cola">Coca-Cola</a> <a href="http://technorati.com/tag/McDonald+s" rel="tag" class="technorati" title="McDonald's">McDonald's</a> <a href="http://technorati.com/tag/Omega" rel="tag" class="technorati" title="Omega">Omega</a> <a href="http://technorati.com/tag/Visa" rel="tag" class="technorati" title="Visa">Visa</a> <a href="http://technorati.com/tag/Ethik" rel="tag" class="technorati" title="Ethik">Ethik</a></p>
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         <pubDate>Fri, 18 Apr 2008 21:34:37 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Theaterempfehlung: No Way To Die (German)</title>
         <description><![CDATA[<p>Hier eine Empfehlung für eine Musiktheaterproduktion meiner Schwester, die meiner Meinung nach einfach phantastisch gut ist:</p>

<p><a href="http://www.myspace.com/noway2die">http://www.myspace.com/noway2die</a></p>

<p>Die Première findet am 26. Februar 08 an der Neuen Tribüne Wien - weitere Termine sind 28.2., 29.2., 1.3., 2.3., 3.3., 6.3., 7.3. und 8.3.08, Karten unter 0664/23 44 256. </p>]]></description>
         <link>http://christianflury.com/blog/2008/02/theaterempfehlung_no_way_to_di.html</link>
         <guid>http://christianflury.com/blog/2008/02/theaterempfehlung_no_way_to_di.html</guid>
         <category>Thoughts on Music</category>
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        <![CDATA[
                 <p>Hier eine Empfehlung für eine Musiktheaterproduktion meiner Schwester, die meiner Meinung nach einfach phantastisch gut ist:</p>

<p><a href="http://www.myspace.com/noway2die">http://www.myspace.com/noway2die</a></p>

<p>Die Première findet am 26. Februar 08 an der Neuen Tribüne Wien - weitere Termine sind 28.2., 29.2., 1.3., 2.3., 3.3., 6.3., 7.3. und 8.3.08, Karten unter 0664/23 44 256. </p>
		<h3>no way to die</h3>
<p>Musiktheater nach Igor Bauersimas "norway.today"</p>
<img src="/images/blog/nowaytodie.jpg" alt="no way to die: Ankündigung" />
<blockquote>
„Wir sind am Rande des Abgrundes. Da ist der Abgrund. Da ist das Hinterland, da wohnen kleine Menschen und machen sich Gedanken. Da ist die Mitte."
</blockquote>
<p>Zwei junge Selbstmörder am Rande des Abgrundes.</p>

<p>Es beginnt eine wahnwitzige Gratwanderung zwischen Leben und Tod, Protest und Resignation, zwischen Emotionalität und Nihilismus, Radikalität und Beiläufigkeit. Ein Abschiedsvideo, clipartig auf der Klippe gefilmt. Sein oder Nichtsein auf Zelluloid gebannt, und die Suche nach der letzten Wahrheit unserer Zivilisation. </p>

<p>Oder wie Freddy Mercury schon sang: „Who wants to live forever?"</p>

<p>Musik von Monteverdi bis Oasis, von Björk bis Johann Sebastian Bach; </p>

<p>Text von Igor Bauersima</p>
                <p>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/Ir++na+Flury" rel="tag" class="technorati" title="Iréna Flury">Iréna Flury</a> <a href="http://technorati.com/tag/Irena+Flury" rel="tag" class="technorati" title="Irena Flury">Irena Flury</a> <a href="http://technorati.com/tag/Jan+Hutter" rel="tag" class="technorati" title="Jan Hutter">Jan Hutter</a> <a href="http://technorati.com/tag/Igor+Bauersima" rel="tag" class="technorati" title="Igor Bauersima">Igor Bauersima</a> <a href="http://technorati.com/tag/Theatre" rel="tag" class="technorati" title="Theatre">Theatre</a> <a href="http://technorati.com/tag/Theater" rel="tag" class="technorati" title="Theater">Theater</a> <a href="http://technorati.com/tag/Musiktheater" rel="tag" class="technorati" title="Musiktheater">Musiktheater</a> <a href="http://technorati.com/tag/Flury" rel="tag" class="technorati" title="Flury">Flury</a> <a href="http://technorati.com/tag/Hutter" rel="tag" class="technorati" title="Hutter">Hutter</a> <a href="http://technorati.com/tag/theatre" rel="tag" class="technorati" title="theatre">theatre</a> <a href="http://technorati.com/tag/Monteverdi" rel="tag" class="technorati" title="Monteverdi">Monteverdi</a> <a href="http://technorati.com/tag/Bach" rel="tag" class="technorati" title="Bach">Bach</a> <a href="http://technorati.com/tag/Oasis" rel="tag" class="technorati" title="Oasis">Oasis</a> <a href="http://technorati.com/tag/Bj++rk" rel="tag" class="technorati" title="Björk">Björk</a> <a href="http://technorati.com/tag/Wien" rel="tag" class="technorati" title="Wien">Wien</a> <a href="http://technorati.com/tag/Kultur" rel="tag" class="technorati" title="Kultur">Kultur</a> <a href="http://technorati.com/tag/Vienna" rel="tag" class="technorati" title="Vienna">Vienna</a></p>
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         <pubDate>Thu, 14 Feb 2008 00:05:36 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Happy new year!</title>
         <description><![CDATA[<p>After a long silence (don't worry, I have got plenty of half-written entries in my drafts folder and will try and catch up some time), I thought I might at least thank everybody for their Christmas wishes and wish you all a happy new year.</p>]]></description>
         <link>http://christianflury.com/blog/2007/12/happy_new_year.html</link>
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         <category>Loose Talk</category>
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        <![CDATA[
                 <p>After a long silence (don't worry, I have got plenty of half-written entries in my drafts folder and will try and catch up some time), I thought I might at least thank everybody for their Christmas wishes and wish you all a happy new year.</p>
		<p>I went skiing in Switzerland with my family over Christmas, attended a family reunion in my mother's home town Thun and also got the opportunity to meet up with some friends - it was great, but prevented me from replying to all the nice Christmas wishes I got. Also, on the 2nd of January, I am going to start a new (part-time) job as a web developer while continuing to do freelance translations for selected clients. I am quite excited finally to make my hobby my job and am looking forward to work with all the nice people at <a href="http://www.zsi.at" title="ZSI">ZSI</a> that I've already had the opportunity to get acquainted with at the ZSI Christmas party which was sort of my first day at work.</p>

<p>I hope that my readers, too, will get a lot of opportunities to broaden their horizon and learn new things in 2008! Best of luck!</p>
                <p>Tags: </p>
        ]]>
         </content:encoded>
         <pubDate>Mon, 31 Dec 2007 16:51:45 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>EU Welfare and Why It Doesn&apos;t Work (re-run, in German)</title>
         <description><![CDATA[<p><i>In my series of <a href="http://christianflury.com/blog/2007/03/rerun_time.html" title="Re-run time">re-runs</a>, here is an article that I originally wrote for the free-market think-tank formerly known as <a href="http://de.liberty.li/magazine/?id=1479&amp;q=" title="liberty.li">liberalismus.at (now: liberty.li)</a>. I argue that EU welfare policies are a bad idea and that open borders and markets benefit disadvantaged regions and individuals much more than EU hand-outs. Since so-called “social standards” ultimately deprive  poor regions or countries of the flexibility required to compete with the rest of the EU and mainly serve to protect jobs in the rich, over-regulated EU member states, they would in fact preserve social discrepancies on this continent rather than help overcome them.</i></p>]]></description>
         <link>http://christianflury.com/blog/2007/05/eu_welfare_and_why_it_doesnt_w.html</link>
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         <category>Free Thought, Free Markets</category>
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        <![CDATA[
                 <p><i>In my series of <a href="http://christianflury.com/blog/2007/03/rerun_time.html" title="Re-run time">re-runs</a>, here is an article that I originally wrote for the free-market think-tank formerly known as <a href="http://de.liberty.li/magazine/?id=1479&amp;q=" title="liberty.li">liberalismus.at (now: liberty.li)</a>. I argue that EU welfare policies are a bad idea and that open borders and markets benefit disadvantaged regions and individuals much more than EU hand-outs. Since so-called “social standards” ultimately deprive  poor regions or countries of the flexibility required to compete with the rest of the EU and mainly serve to protect jobs in the rich, over-regulated EU member states, they would in fact preserve social discrepancies on this continent rather than help overcome them.</i></p>
		<h3>Nein zum "sozialen Europa": Pl&auml;doyer f&uuml;r einen gesunden Steuer- und Effizienzwettbewerb</h3>
<p>Juli 2004</p>
<p>Medien und Politiker versuchen heute in ganz Europa den B&uuml;rgern einzureden, es geistere
das b&ouml;se Gespenst des Neoliberalismus umher; um diesem Einhalt zu gebieten, m&uuml;sse der
Staat mehr Einfluss aus&uuml;ben und in noch gr&ouml;&szlig;erem Ausma&szlig; die Freiheit des
leistungsbereiten B&uuml;rgers beschneiden, dies sei dann sozial. Und im Gemeinsamen
Binnenmarkt der Europ&auml;ischen Union m&uuml;ssten auch verst&auml;rkt f&uuml;r alle
Mitgliedstaaten verbindliche &quot;soziale Normen&quot; geschaffen und eine Steuerharmonisierung
angestrebt werden, um &quot;Sozialdumping&quot; und &quot;sch&auml;dlichem Steuerwettbewerb&quot;

entgegenzutreten.</p>
<p>Als erkl&auml;rter Anh&auml;nger jenes schlimmen &Uuml;bels namens Liberalismus w&uuml;rde
ich mich nur freuen, wenn dieses tats&auml;chlich so allgegenw&auml;rtig w&auml;re, wie es
seine Gegner behaupten. Doch leider ist vielmehr das Gegenteil der Fall: In ganz Westeuropa
ist in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die Staatsquote enorm in die H&ouml;he geschnellt;
sobald sich ein Problem stellte, versuchte man es durch staatliche Subventionen, Finanzspritzen, die
Schaffung neuer Beh&ouml;rden oder b&uuml;rokratischer Verfahren und andere Ausgaben verursachende Ma&szlig;nahmen zu beheben.</p>
<p>Hat dies wahrhaft sozial gewirkt? Mitnichten! Es wurden nur Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnisse geschaffen oder zementiert und die Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung der
B&uuml;rger erstickt. Zudem wurden kommenden Generationen nicht nur budget&auml;re, sondern auch strukturelle Altlasten hinterlassen, denken
wir etwa an die Subventionierung veralteter oder gegen&uuml;ber Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern nicht mehr wettbewerbsf&auml;higer Industriezweige. Auch sonst weist der wuchernde Sozialstaat europ&auml;ischen Schlages
den Schwachen nicht den Weg in die Freiheit, sondern vielmehr in die staatliche Abh&auml;ngigkeit und beraubt den B&uuml;rger des gesunden Anreizes, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich zu entfalten. So zeigen auch die Statistiken deutlich,
dass die hohen Sozialleistungen der meisten europ&auml;ischen Staaten keinerlei positive Auswirkungen auf die soziale Durchl&auml;ssigkeit der Gesellschaft haben.</p>

<p>Das viel beschworene &quot;soziale Europa&quot; ist in meinen Augen nichts anderes als ein
Euphemismus f&uuml;r eine &uuml;berregulierte, &uuml;ber Geb&uuml;hr zentralisierte, in der Geiselhaft strukturkonservativer Gewerkschaften stehende Union, deren Mitgliedsl&auml;ndern von Br&uuml;ssel der sozialpolitische Irrweg der etatistischen Kolosse Deutschland und Frankreich aufgezwungen w&uuml;rde und in der in Wahrheit die
regionalen und sozialen Ungleichgewichte k&uuml;nstlich konserviert w&uuml;rden. Die Durchsetzung europaweiter sogenannter Sozialnormen (K&uuml;ndigungsschutz, Mindestlohn, zwingende Arbeitnehmervertretung ab einer bestimmten Betriebsgr&ouml;&szlig;e, Mindeststeuers&auml;tze, Vorschriften bez&uuml;glich staatlicher Versicherungsleistungen...), wie von der Linken und gro&szlig;en
Teilen der Konservativen gefordert, w&auml;re, so bin ich &uuml;berzeugt, sch&auml;dlich f&uuml;r alle B&uuml;rger,
insbesondere f&uuml;r die Bewohner der &auml;rmsten Regionen der Union, zutiefst undemokratisch und eine Verletzung des Subsidiarit&auml;tsprinzips, die den Weg in ein &uuml;berreguliertes, zentralistisches und dirigistisches Europa wiese.</p>

<p>Der Gemeinsame Binnenmarkt mit seinen vier Grundfreiheiten bietet armen Regionen und
L&auml;ndern Entwicklungsm&ouml;glichkeiten, die ansonsten - leider - realpolitisch undenkbar w&auml;ren.
Doch um diese n&uuml;tzen zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen sie ihre Vorteile ausspielen d&uuml;rfen. Gute Infrastruktur oder hohes Bildungsniveau z&auml;hlen im Allgemeinen
nicht dazu, sondern vielmehr, aus dem Entwicklungsbedarf resultierend, niedrige Arbeitskosten und Flexibilit&auml;t der Arbeitskr&auml;fte. Wenn hierzu noch eine vergleichsweise niedrige Fiskalquote und ein lebendiger und anpassungsf&auml;higer Arbeitsmarkt ohne &uuml;bertriebene Arbeitnehmerschutzbestimmungen tritt, so haben die Menschen in diesen L&auml;ndern und Regionen gute Aussichten, aus eigener Kraft das Wohlstandsgef&auml;lle abzubauen. Wenn man ihnen diese M&ouml;glichkeiten hingegen nimmt und sie daf&uuml;r mit - noch so hohen - Transferzahlungen aufzup&auml;ppeln versucht, so betreibt man nur Symptombek&auml;mpfung, erreicht aber keine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.</p>

<p>Man denke nur an den italienischen Mezzogiorno oder die neuen deutschen Bundesl&auml;nder. Gerade was
den letzteren Fall betrifft, hatte schon zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung die FDP als einzige Partei einen guten Vorschlag gemacht: Anstatt den Osten mit Geldfl&uuml;ssen vermeintlich aufzubauen und in Wahrheit nur in eine endlose Abh&auml;ngigkeit
zu treiben, solle man ihn mit niedrigeren Steuern attraktiv machen - was von den anderen Parteien verworfen wurde. Aber je l&auml;nger desto mehr mehren sich mittlerweile nun auch in den anderen Lagern die Stimmen, die zugeben m&uuml;ssen, dass dies der bessere Ansatz w&auml;re.</p>
<p>Dies beweist auch ein positives Beispiel, n&auml;mlich Irland. Wie lange musste man sich nicht, insbesondere von franz&ouml;sischen Politikern und Gewerkschaftsfunktion&auml;ren, das Klagelied vom irischen Sozial- und Steuerdumping anh&ouml;ren, vorgetragen stets mit erhobenem Zeigefinger und nicht ohne schulmeisterlich-s&auml;uerlich moralischen Unterton! Heute ist Irland eines der reichsten EU-L&auml;nder und hat auch f&uuml;r die Zukunft sehr gute Aussichten - es ist in erster Linie dank tiefer Fiskalquote und nachhaltiger Standortpolitik ein attraktiver Wachstumspol geworden und wird in K&uuml;rze vom EU-Nettoempf&auml;nger zum Nettozahler avancieren - was doch wohl auch im Sinne der anderen L&auml;nder ist. Ginge es hingegen nach den Bef&uuml;rwortern der europ&auml;ischen &quot;Sozialunion&quot;, so w&auml;re diese Erfolgsgeschichte nie m&ouml;glich gewesen, weil Irland nicht &uuml;ber den n&ouml;tigen Gestaltungsfreiraum verf&uuml;gt h&auml;tte; es hinge bis in alle Ewigkeit am Pfropf der EU-F&ouml;rderungen und w&uuml;rde somit durch die EU-Sozialnormen dazu gezwungen, dem europ&auml;ischen Steuerzahler wider Willen weiterhin auf der Tasche zu liegen.</p>

<p>Im &quot;sozialen Europa&quot; w&uuml;rde die B&uuml;rger in &auml;rmeren L&auml;nder und Regionen das gleiche Schicksal ereilen wie S&uuml;ditalien oder Ostdeutschland: Sie w&uuml;rden zu ewigen Almosenempf&auml;ngern degradiert; den B&uuml;rgern und Standorten in den reichen L&auml;ndern und Regionen Konkurrenz zu machen und sich damit aus diesem Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis zu befreien, bliebe ihnen verwehrt.</p>
<p>Das &quot;soziale Europa&quot; w&auml;re dar&uuml;ber hinaus schwer undemokratisch, denn den B&uuml;rgern jener L&auml;nder, in denen eine Mehrheit auf manche unn&ouml;tigen staatlichen Eingriffe lieber verzichten w&uuml;rde, w&uuml;rden entgegen ihrem Willen und dem ihrer demokratisch gew&auml;hlten Regierungen von oben Zwang und Steuererh&ouml;hungen auferlegt, gegen die sie sich nicht zur Wehr setzen k&ouml;nnen. Gerade den neuen Mitgliedern aus dem Osten Europas d&uuml;rfte dies zu Recht bitter aufsto&szlig;en, denn sie k&ouml;nnen sich noch allzu gut
erinnern, wohin solch ein autorit&auml;rer Sozialismus f&uuml;hrt - sollten sie etwa nach dem Zusammenbruch des Ostblocks mit dem EU-Beitritt blo&szlig; vom Regen in die Traufe gekommen sein? Mit welchem Recht wollen die sozialen Moralapostel aus Br&uuml;ssel sie daran hindern, durch mehr Arbeit und mehr Flexibilit&auml;t - also mit der Bereitschaft, den Preis daf&uuml;r zu bezahlen - zu gr&ouml;&szlig;erem Wohlstand zu gelangen? Seit wann haben die deutsche und die franz&ouml;sische
Regierung das Recht gepachtet, dogmatisch festzustellen, was edel, hilfreich und gut sei und was nicht, und demokratische Richtungsentscheidungen ganzer V&ouml;lker als &quot;unsozial&quot; zu stigmatisieren und gro&szlig;kotzig zu &uuml;bergehen? </p>

<p>Darauf mag manch einer erwidern, die europ&auml;ische Politik werde ja auch demokratisch bestimmt. Dies ist in meinen Augen eine Illusion. Mit der eigentlichen Urform der Demokratie, der Landsgemeinde, hat n&auml;mlich die Entscheidungsfindung schon auf nationalstaatlicher, ja auf regionaler, wenn nicht gar auch auf Gemeindeebene, nur noch wenig bis gar nichts zu tun. Anstatt dass die B&uuml;rger &uuml;ber die Entscheidungen, die sie direkt betreffen, auch direkt entscheiden, wird ihnen gerade noch die Wahl zwischen einigen ohnehin sehr &auml;hnlichen Parteien gelassen. Von solchen Parteien - die noch dazu kaum in erster Linie aufgrund ihrer europapolitischen Ausrichtung gew&auml;hlt werden und daher in deren Ausgestaltung weitgehend freie Hand haben - werden dann Regierungen konstituiert, die ihrerseits dem Druck st&auml;ndigen Lobbyings und allerlei au&szlig;erparlamentarischer, korporatistischer Nebenregierungen wie der Sozialpartnerschaft ausgesetzt sind. Diese Regierungen oder vielmehr deren wiederum gewiss nicht unbestechlichen Vertreter handeln im Europ&auml;ischen Rat &uuml;ber die K&ouml;pfe ihrer B&uuml;rger hinweg Kompromisse aus. Kontrolliert werden sie dabei zugegebenerma&szlig;en, ebenso wie die Kommission, vom Europ&auml;ischen Parlament - dessen Abgeordnete nicht minder starkem Lobbying ausgesetzt sind und oft nicht einmal wissen, wor&uuml;ber sie gerade abstimmen, sondern sich einfach an die Parole
des Fraktionsvorsitzenden halten. Doch wozu &uuml;berhaupt noch n&auml;her auf die Entscheidungsfindung in der Union eingehen? Wenn die europ&auml;ische Politik dem Willen der Bev&ouml;lkerung entspr&auml;che, d&uuml;rfte niemand ein Problem damit haben, jegliche Art europ&auml;ischer Gesetzgebung dem fakultativen Referendum zu unterstellen. Da dies nicht der Fall ist, gehe ich bis zum Beweis des Gegenteils davon aus, dass die europ&auml;ische Gesetzgebung nicht dem demokratischen Willen entspricht.</p>

<p>Aber selbst wenn dem so w&auml;re, w&auml;re die EU deshalb nicht demokratisch im liberalen Sinne - ebenso wenig, im &Uuml;brigen, wie die einzelnen Mitgliedstaaten. Denn die Grundbedingung daf&uuml;r, dass Demokratie nicht zur Diktatur der Mehrheit oder zum plebiszit&auml;ren Umverteilungskorporatismus verkommt, n&auml;mlich das Subsidiarit&auml;tsprinzip, existiert nur auf dem Papier - wie sollte es auch anders sein, wo doch kein einziger unter der Mitgliedstaaten auch nur ansatzweise konsequent subsidi&auml;r organisiert ist? Es l&auml;sst sich immer irgendein an den Haaren herbeigezogener Grund daf&uuml;r finden, eine Frage auf die n&auml;chsth&ouml;here Verwaltungsebene zu verlagern, solange Politik von Berufspolitikern und nicht vom B&uuml;rger ausgeht. Zuerst hei&szlig;t es, der einzelne k&ouml;nne ein Problem nicht f&uuml;r sich l&ouml;sen, der Staat m&uuml;sse sich darum k&uuml;mmern; dann, die betroffene Verwaltungseinheit k&ouml;nne die Frage nicht alleine angehen, es m&uuml;sse die n&auml;chsth&ouml;here Ebene damit betraut werden; dann ist angeblich der Einzelstaat &uuml;berfordert, und die EU soll es richten - doch welches Problem wurde auf diese Weise schon wirklich gel&ouml;st? Was aus einer solchen Denkweise resultiert, ist nichts anderes als Zentralismus und Dirigismus, was in letzter Konsequenz unweigerlich zu Kommunismus und Totalitarismus f&uuml;hrt.</p>

<p>Weshalb Sozialpolitik zwingend auf europ&auml;ischer Ebene betrieben werden soll, ist mir schleierhaft. Nach dem Subsidiarit&auml;tsprinzip muss sie klar Sache der Einzelstaaten, ja der Regionen und Gemeinden, sein. Die Forderung nach einer europ&auml;ischen Sozialpolitik ist in diesem Zusammenhang ein Lehrst&uuml;ck f&uuml;r die Verletzung oder vielmehr die v&ouml;llig pervertierte Auslegung von Subsidiarit&auml;t, die derzeit die politische Szene pr&auml;gt. Sobald n&auml;mlich das Subsidiarit&auml;tsprinzip seine Fr&uuml;chte tr&auml;gt, indem die Ineffizienz eines Ansatzes im Vergleich zu konkurrierenden L&ouml;sungen zutage tritt, wird argumentiert, die Frage m&uuml;sse nach oben verlagert werden, um &quot;Dumping&quot; zu verhindern.</p>

<p>Der wahre Grund f&uuml;r die Forderung nach einer europ&auml;isierten Sozialpolitik ist unter diesem Blickwinkel nur allzu offensichtlich: Die alten, aufgebl&auml;hten Wohlfahrtsstaaten m&uuml;ssten ansonsten dem Scheitern ihres Systems, ja, ihres Credos, ins Auge blicken. Wenn der Sozialstaat n&auml;mlich wirklich funktionierte, w&auml;re er auch kein Standortnachteil. Millionen von Menschen, die im Leben gestrauchelt w&auml;ren oder aufs Abstellgleis geraten w&auml;ren, Millionen von Jugendlichen, die sich ohne Hilfe keine h&ouml;here Ausbildung leisten k&ouml;nnten, w&auml;ren mit ihrem gesamten ansonsten versch&uuml;tteten, doch durch die Segnungen der staatlichen Wohlfahrt freigelegten geistigen und wirtschaftlichen Potential verf&uuml;gbar. Die Arbeitsproduktivit&auml;t m&uuml;sste in die H&ouml;he schnellen, der Konsum explodieren, allenthalben w&uuml;rden gesellschaftliche Stabilit&auml;t und sozialer Frieden herrschen - wenn, wie gesagt, ja, wenn der Wohlfahrtsstaat funktionierte. Dass Westeuropa sich vor Standortkonkurrenz durch &quot;Sozialdumping&quot; &auml;ngstigt, ist daher nichts anderes als das implizite Eingest&auml;ndnis des durch den Gemeinsamen Binnenmarkt offenkundig gewordenen Scheiterns seines viel ger&uuml;hmten Sozialmodells.</p>

<p>Wenn nun Europa, nur um dieser unbequemen Erkenntnis auszuweichen, weiterhin seine Sozialpolitik, ja, sogar seine Steuerpolitik (!) harmonisieren sollte, w&uuml;rde es sich zu nichts anderem auswachsen als zu einem gegen die B&uuml;rger und ihre Freiheit gerichteten Regierungskartell. Institutioneller Wettbewerb f&uuml;hrt zu effizienteren Verwaltungen und kreativeren L&ouml;sungen, Steuerwettbewerb zu einer niedrigeren Fiskalquote in <span style="font-style:italic">allen</span> beteiligten Steuerbezirken. Immer wieder wird von Fachleuten auf das hingewiesen, was auch der Laie bei n&auml;herer Betrachtung erkennt: Je zentralistischer eine Verwaltung organisiert ist und Steuern eingehoben werden, umso gr&ouml;&szlig;er ist summa summarum die Belastung f&uuml;r den B&uuml;rger, umso geringer die Effizienz. Zentralisierung f&uuml;hrt mangels Wahlm&ouml;glichkeiten zu einem unaufhaltsamen und verheerenden Steuer- und Regulierungskarussell.</p>
<p>Das Abstruseste am vorherrschenden Diskurs scheint mir die st&auml;ndige Verwendung des Wortes &quot;Dumping&quot;, einer verbalen Moralkeule, mit der jeder, der es besser macht, ohne viel Federlesens diskreditiert wird. Doch was bedeutet &quot;Dumping&quot; genau? Den Verkauf von Produkten unter deren Erzeugungskosten oder aber deren Verkauf unter ihrem normalen Preis in einem anderen Land. Sozialdumping im klassischen Sinne liegt vor, wenn Produkte, die von entrechteten Arbeitskr&auml;ften, zum Beispiel Zwangsarbeitern oder H&auml;ftlingen, hergestellt werden, in Konkurrenz zu regul&auml;r produzierten Produkten treten. Diesen Vorwurf gegen Osteuropa zu erheben ist nat&uuml;rlich absurd. Und Steuerdumping? Das w&uuml;rde hei&szlig;en, dass die H&ouml;he der Steuern unter den Kosten der daf&uuml;r gebotenen Leistungen liegen m&uuml;sste - ein Vorwurf, den sich logischerweise eher Defizits&uuml;nder wie Frankreich und Deutschland gefallen lassen m&uuml;ssten. Nat&uuml;rlich wei&szlig; ich wohl, dass damit vielmehr willk&uuml;rliche Steuerabkommen mit Einzelnpersonen und &#8209;unternehmen gemeint sind. Doch ist es nicht die Sache der betroffenen Steuerzahler, ob sie f&uuml;r uns anderen de facto die Produkte und Dienstleistungen des steuerlich besser gestellten Unternehmens mitbezahlen wollen? - Was im &Uuml;brigen
nicht einmal gesagt ist, da im wuchernden Transfersystem unserer Staaten gar nicht mehr auszumachen ist, von wem zu wem umverteilt wird - in der Hauptsache schlicht und einfach vom B&uuml;rger zum Staat. Der neueste Clou hei&szlig;t nun &quot;regulatorisches Dumping&quot;, ein praktisches Wort f&uuml;r B&uuml;rokraten, um jede Legislative zu stigmatisieren, die ihre B&uuml;rger entgegen dem etatistischen Glauben nicht mit einer unaufh&ouml;rlichen Gesetzesflut zum&uuml;llt und ihnen wom&ouml;glich ketzerischerweise sogar ein Minimum an Eigenverantwortung zutraut - eine terminologische wie ideologische Absurdit&auml;t ohne Gleichen.</p>

<p>Gleichzeitig verr&auml;t das Wort Dumping durchaus viel &uuml;ber jene, die es verwenden: Denn Dumping im eigentlichen Sinne schadet ja nicht dem einzelnen B&uuml;rger, sonder vielmehr dem Staat und eventuell einem bestimmten Industriezweig. So wie alle Handelshemmnisse sind damit Anti-Dumping-Ma&szlig;nahmen immer Ma&szlig;nahmen des Staates und bestimmter Interessengruppen gegen den B&uuml;rger und dessen Freiheit, zumal da die Definitionen von &quot;Dumping&quot; einen reichlich gro&szlig;en - politisch nutzbaren - Interpretationsspielraum offen lassen. Wenn jemand st&auml;ndig das Wort Dumping im Munde f&uuml;hrt, ist das daher ein ziemlich deutlicher Hinweis daf&uuml;r, dass er in Wahrheit nur danach trachtet, die Macht der Regierungen auf Kosten der freien B&uuml;rger zu zementieren und weiter auszubauen.</p>
<p>Zus&auml;tzlich ist ein weiteres Missverst&auml;ndnis leider schon beinahe <span style="font-style:italic">opinion commune</span> geworden: Die neuen Nettoempf&auml;nger in der EU profitierten angeblich von den ihnen zugesprochenen Beihilfen, um sich niedrigere Steuern zu leisten. &quot;Wir m&uuml;ssen diese Schmutzkonkurrenz noch mitfinanzieren&quot;, verlautete beispielsweise in gewohnter Offenheit vom K&auml;rntner Landeshauptmann J&ouml;rg Haider, der sich mit dieser Aussage zum wiederholten Male den Ehrenvorsitz bei den europ&auml;ischen Sozialisten verdient h&auml;tte, hat er doch, wie so oft, glasklar auf den Punkt gebracht, was uns auch die gewerkschaftliche Linke in politisch korrekteren Worten predigt.</p>

<p>Dass diese Kritik unbegr&uuml;ndet ist, l&auml;sst sich nur allzu leicht beweisen: Die EU-Gelder sind zweckgebunden und k&ouml;nnen daher nicht direkt in Steuersenkungen flie&szlig;en. Die anderen Staaten k&ouml;nnten bei gleicher Effizienz genauso niedrige Steuern haben, da sie ja auch nicht die mit dem Aufbau einer Infrastruktur verbundenen Kosten zu tragen haben. Aber selbst wenn dem nicht so w&auml;re und die Gelder tats&auml;chlich direkt in Steuersenkungen fl&ouml;ssen, k&ouml;nnten sie im Sinne eines nachhaltigen Wachstums - das auch den B&uuml;rgern in den Nettozahlerl&auml;ndern zugute kommt - kaum sinnvoller eingesetzt werden. Ich f&uuml;r meinen Teil zweifle &uuml;brigens generell daran, dass die
Transferleistungen der Union irgendeinen Nutzen haben - dieser w&auml;re jedenfalls im Vergleich zu jenem des Binnenmarktes minimal.</p>
<p>Wenn die Waren nicht die Grenzen passieren d&uuml;rften, so w&uuml;rden es die Armeen tun,
so prophezeite der liberale franz&ouml;sische &Ouml;konom Fr&eacute;d&eacute;ric Bastiat schon im neunzehnten Jahrhundert mit einer aus der heutigen Perspektive geradezu schauerlichen Weitsicht. Mit der Idee des Gemeinsamen Binnenmarktes und seinen Grundfreiheiten hat Europa nach zwei vernichtenden Weltkriegen dieser Erkenntnis Rechnung getragen. Nur gemeinsame Freiheit vermag Menschen wahrhaft zu einen. Doch mehr und mehr wiederholt heute die Union auf Gemeinschaftsebene genau die verh&auml;ngnisvollen Fehler (Protektionismus, zentralistische Entm&uuml;ndigung des Individuums, Universalzust&auml;ndigkeit des Staates), welche die einzelnen Nationalstaaten in letzter Konsequenz in den Krieg gest&uuml;rzt hatten.</p>

<p>Lassen wir uns das Europa der Freiheit, das unser Kontinent sein k&ouml;nnte, nicht vom regulatorischen Wildwuchs und der Kompetenzanma&szlig;ung Br&uuml;ssels und unserer nationalen Regierungen kaputtmachen! Im Gegensatz zu vielen anderen Liberalen habe ich noch Hoffnung, dass der Gemeinsame Binnenmarkt der EU dieses Europa der Freiheit sein k&ouml;nnte - jedenfalls solange der perverse und etatistische Verfassungsentwurf noch nicht abgesegnet ist, was hoffentlich auch niemals geschehen wird. Nunmehr ist es an den freiheitsliebenden B&uuml;rgern dieses Kontinents, mit Z&auml;hnen und Klauen daf&uuml;r zu k&auml;mpfen, dass uns der Ansatz zu diesem Europa der gemeinsamen Freiheit nicht von einer hemmungslosen &Uuml;berregulierung durch staatsverliebte Zentralisten zunichte gemacht wird. Daher kann der denkende Europ&auml;er diese viel beschworene &quot;Sozialunion&quot; ebenso wie jeden Versuch
einer Steuerharmonisierung nur mit einem lauten, deutlichen und ebenso entschiedenen wie unerbittlichen Nein zur&uuml;ckweisen!</p>



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         <pubDate>Thu, 17 May 2007 01:29:18 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>The War In Iraq: Looking Back At What I Wrote In 2003 (re-run, in German)</title>
         <description><![CDATA[<p><i>Another <a href="http://christianflury.com/blog/2007/03/rerun_time.html">re-run</a>: This time I am re-publishing an incredibly long, horribly poetic and somehow pretentious, but still, I think, intelligent article that I wrote back in 2003 just during the first few days of the American invasion in Iraq. I criticized both Old Europe and the US – Old Europe for not acknowledging that their position (doing business with Saddam whilst letting the Iraqi civilian population starve to death under the UN sanctions) was in no way ethically superior to that of the United States; the Bush administration for their illusion that in a country as diverse and complex as Iraq most problems would just disappear by themselves once they got rid of Saddam Hussein. In hindisght, I have got to say that I was not that far off the mark with my apprehensions.</i></p>
<p><i>That being said, the best part is still the Swiss-German song by Mani Matter that I quote at the beginning...</i></p>]]></description>
         <link>http://christianflury.com/blog/2007/03/the_war_in_iraq_looking_ba.html</link>
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         <category>Free Thought, Free Markets</category>
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                 <p><i>Another <a href="http://christianflury.com/blog/2007/03/rerun_time.html">re-run</a>: This time I am re-publishing an incredibly long, horribly poetic and somehow pretentious, but still, I think, intelligent article that I wrote back in 2003 just during the first few days of the American invasion in Iraq. I criticized both Old Europe and the US – Old Europe for not acknowledging that their position (doing business with Saddam whilst letting the Iraqi civilian population starve to death under the UN sanctions) was in no way ethically superior to that of the United States; the Bush administration for their illusion that in a country as diverse and complex as Iraq most problems would just disappear by themselves once they got rid of Saddam Hussein. In hindisght, I have got to say that I was not that far off the mark with my apprehensions.</i></p>
<p><i>That being said, the best part is still the Swiss-German song by Mani Matter that I quote at the beginning...</i></p>
		<h3>Irakkrieg - vom Fluch der Hybris</h3>

<p>M&auml;rz 2003</p>

<p style="font-style:italic; font-size:80%">I han es Z&uuml;ndh&ouml;lzli aaz&uuml;ndt, und das het e Flamme gg&auml;&auml;,<br />
und i ha f&uuml;r d Sigarette w&ouml;lle F&uuml;&uuml;r vom H&ouml;lzli n&auml;&auml;,<br />

aber ds H&ouml;lzli isch drvoo gschpickt und uf e Teppich choo,<br />

und es h&auml;tt no fasch es Loch im Teppich gg&auml;&auml; drvoo.</p>

<p style="font-style:italic; font-size:80%;">Ja, m&auml; weis, was cha passiere, we m&auml; nid ufpasst mit F&uuml;&uuml;r,<br />

und f&uuml;r d Gluet ar Sigarette isch e Teppich doch de z t&uuml;&uuml;r,<br />

und vom Teppich h&auml;tt, o Gruus, ch&ouml;nne ds F&uuml;&uuml;r i ds ganze Huus,<br />

und w&auml;r weis, was da nid alles no w&auml;r woorde druus.</p>

<p style="font-style:italic; font-size:80%;">'s h&auml;tt e Brand gg&auml;&auml; im Quartier, und 's h&auml;tti d F&uuml;&uuml;rwehr m&uuml;esse choo,<br />

h&auml;tti ghoornet i de Straasse und dr Schluuch vom Wage gnoo,<br />

und si h&auml;tte Wasser gspr&uuml;tzt, und das h&auml;tt de glyych n&uuml;&uuml;t gn&uuml;tzt,<br />

und di ganzi Stadt h&auml;tt bbr&ouml;nnt, es h&auml;tt se n&uuml;tt me gsch&uuml;tzt.</p>

<p style="font-style:italic; font-size:80%; vertical-align:top">U d L&uuml;tt w&auml;ren umegschprungen i dr Angscht um Hab und Guet,<br />

h&auml;tte gmeint, 's heig eine F&uuml;&uuml;r gleit, h&auml;tte ds Sturmgwehr gnoo ir Wuet,<br /> 

alls h&auml;tt bbr&uuml;elet: "W&auml;r isch tschuld?" ds ganze Land i eim Tumult,<br />

das m&auml; gschosse h&auml;tt uf d Bundesr&auml;&auml;t am Reddnerpult.</p>

<p style="font-style:italic; font-size:80%;">D UNO h&auml;tt interveniert, u d UNO-G&auml;gner sofort oo,<br />

f&uuml;r ir Schwyz dr Fride z rette, w&auml;re beid mit Panzer choo,<br />

's h&auml;tt sech usddehnt naadinaa, uf &Ouml;iropa, Afrika,<br />

's h&auml;tt e W&auml;ltchrieg gg&auml;&auml; u d M&ouml;nschheit w&auml;r iz n&uuml;mme daa.</p>

<p style="font-style:italic;font-size:80%;">I han es Z&uuml;ndh&ouml;lzli aaz&uuml;ndt,und das het e Flamme gg&auml;&auml;,<br />

und i ha f&uuml;r d Sigarette w&ouml;lle F&uuml;&uuml;r vom H&ouml;lzli n&auml;&auml;,<br />

aber ds H&ouml;lzli isch drvoo gschpickt und uf e Teppich choo -<br />

Gott sei Dank, dass ii s vom Teppich wider furt ha ggnoo!</p>

<p>Mani Matter, &quot;Ds Z&uuml;ndh&ouml;lzli&quot;</p>

<p>Der amerikanische Pr&auml;sident Bush scheint &uuml;berzeugt, dass er das Z&uuml;ndholz aus dem Lied des legend&auml;ren Berner Troubadours fest und sicher in der Hand halte und die Geister, die er rief, bestens unter Kontrolle habe. Die amerikanische Planung des Irak-Krieges kennt keine oder nur wenige Unsicherheitsfaktoren; man w&auml;hnt sich, so scheint es zumindest, in vollkommener Gewissheit &uuml;ber Verlauf und Folgen des Krieges; Szenarien f&uuml;r unerwartete Wendungen wurden in der &Ouml;ffentlichkeit kaum diskutiert. Solcherart Hybris - und damit meine ich nicht die allenthalben beklagte &Uuml;berheblichkeit Europa, internationalen Organisationen und der Welt&ouml;ffentlichkeit gegen&uuml;ber, sondern, im klassich-griechischen Sinn, den Hochmut gegen&uuml;ber dem eigenen Schicksal und dem Unvorhergesehen - diese Hybris, wie gesagt, muss sich fr&uuml;her oder sp&auml;ter in irgendeiner Form r&auml;chen, dies wei&szlig; der Humanist aus der griechischen Trag&ouml;die und der Christ aus der Bibel.</p>

<p>Trotz dieser meiner Ansicht war ich in den letzten Tagen nicht unter den Friedensdemonstranten zu finden. An Stra&szlig;endemonstrationen habe ich n&auml;mlich grunds&auml;tzlich auszusetzen, dass man dabei fast immer von Kr&auml;ften vereinnahmt wird, mit denen man im Prinzip nichts zu tun haben m&ouml;chte. So w&uuml;rde man etwa als Friedenssymbole Bez&uuml;ge auf Pers&ouml;nlichkeiten wie Mahatma Gandhi oder Martin Luther King erwarten. Stattdessen grellen allenthalben kommunistische Embleme und insbesondere Che-Guevara-Portraits. Auch wenn zu dieser d&auml;mlichen Che-Guevara-Verehrung ohnehin Einiges zu sagen w&auml;re, so will ich dem Leser hier einen diesbez&uuml;glichen Exkurs ersparen und mich auf die Frage beschr&auml;nken, was der Verweis auf die Ikone eines menschenverachtenden Kriegers, der ausdr&uuml;cklich bedauerte, dass es im Laufe der Kubakrise nicht zu einem Nuklearschlag gegen die Vereinigten Staaten gekommen war, im Zusammenhang mit der Irakproblematik eigentlich zu bedeuten habe. Wollen diese Demonstranten der Bush-Administration damit etwa nahelegen, sich nicht mit einem herk&ouml;mmlichen Krieg aufzuhalten und gleich ein paar Atombomben auf den Irak abzuwerfen? - Es geht wohl vielmehr um das Sch&uuml;ren dumpfer antiamerikanischer Ressentiments und die Vereinnahmung der Friedensbewegten f&uuml;r ganz konkrete politische Anliegen. Diese Vereinnahmungsversuche sind auch sehr stark von Gewerkschaftsseite und Teilen der Antiglobalisierungsbewegung zu beobachten. Was soll das? Ich zum Beispiel k&auml;me ja auch nicht auf die Idee, ein Portrait von Adam Smith zu einer Friedensdemonstration mitzunehmen. Wer einig f&uuml;r den Frieden demonstrieren will, soll seine &uuml;brigen politischen &Uuml;berzeugungen zu Hause lassen. Gleichsetzungen Bushs mit Saddam oder gar mit Hitler sind einfach dumm, der verk&uuml;rzende Slogan &quot;Blut f&uuml;r &Ouml;l&quot; auch, bei vielen Demonstranten gewinnt man den Eindruck, sie gingen nicht f&uuml;r die R&uuml;ckbesinnung auf traditionelle amerikanische Werte wie Freiheit und Toleranz auf die Stra&szlig;e, sondern dagegen! Die bisweilen damit einhergehende Verharmlosung des irakischen Schreckensregimes mit den angemessenen Kraftausdr&uuml;cken zu kommentieren, verbietet mir die Zur&uuml;ckhaltung!</p>

<p>Auch die Position des "alten Europa" scheint mir keineswegs von dem hehren Friedenswillen inspiriert zu sein, wie er allenthalben vorgesch&uuml;tzt wird. Vielmehr handelt es sich in meinen Augen um das zur moralischen Haltung erstarrte Prinzip der Unt&auml;tigkeit, was den Leiden des geknechteten irakischen Volkes gegen&uuml;ber kaum minder zynisch ist als die amerikanische Kriegsrhetorik. Dass auch handfeste Interessen im Irak eine Rolle spielen, ist ein offenes Geheimnis. Es ist zudem unertr&auml;glich, wenn st&auml;ndig auf die Gefahr ziviler Opfer verwiesen wird, die unz&auml;hligen Iraker, darunter viele Kinder, welche den grausamen Launen ihres Diktators zum Opfer fallen, sei es direkt durch Repression oder indirekt durch menschenverachtende Verteilung der Finanzressourcen, hingegen keines Wortes gew&uuml;rdigt werden. Dass es Saddam gelungen ist, die Mittel aus dem Programm &quot;Lebensmittel f&uuml;r &Ouml;l&quot; weitgehend zu hinterziehen, dies auch zu Aufr&uuml;stungszwecken, ist bewiesen und ein Skandal. Die Aufrechterhaltung des Status quo unter Fortf&uuml;hrung oder Intensivierung der Inspektionen, wie von Europa gefordert, war daher in meinen Augen in der Tat keine L&ouml;sung. Man kann nicht auf der einen Seite einen offenen Krieg ablehnen, auf der anderen Seite den versteckten, aber langfristig nicht weniger Leid bringenden Krieg, der mit den Wirtschaftssanktionen gef&uuml;hrt wird, mittragen. Dies ist heuchlerisch.</p>

<p>Im Mittelpunkt der Besorgnis sollte eigentlich das irakische Volk stehen, das sich wohl zu einem gro&szlig;en Teil - zu Recht! - von allen Seiten verraten f&uuml;hlt. Der pseudowissenschaftliche Diskurs &uuml;ber die kulturspezifische Dimension von Werten wie Freiheit und Demokratie ist in meine Augen Stumpfsinn. Diese Werte sind universell - sie sind ja auch an vielen verschiedenen Orten unabh&auml;ngig von einander entstanden und sind dem Menschen ungeachtet seines Umfelds ureigen wie Lachen und Weinen. Oder glaubt etwa jemand, die Iraker wollten das so? Sie w&uuml;rden gerne unterdr&uuml;ckt, vergast, gefoltert? Die Frage allein zeigt, glaube ich, schon die Dummheit dieses Werterelativismus auf.</p>

<p>Zwar bin ich grunds&auml;tzlich der &Uuml;berzeugung, dass solche Werte von unten her erk&auml;mpft werden m&uuml;ssen, um sich fest im kollektiven Bewusstsein zu verankern. Doch manchmal erdr&uuml;ckt die allgegenw&auml;rtige Angst den Durst nach Freiheit, und es braucht aus rein pragmatischen Gr&uuml;nden einen &auml;u&szlig;eren Eingriff, um den Demokratisierungsprozess in Gang zu bringen. So l&auml;sst sich auch bez&uuml;glich des Irak argumentieren. Mehr Menschenleben als dem Status quo werden dem Krieg zudem wohl kaum geopfert werden m&uuml;ssen.</p>

<p>Freilich kann man auch f&uuml;r die strikte Einhaltung des Prinzips der Nichteinmischung, ja f&uuml;r eine Splendid Isolation, optieren, dann aber konsequent. Dies k&ouml;nnte etwa angesichts der heutigen Machtverh&auml;ltnisse f&uuml;r die europ&auml;ische Au&szlig;enpolitik ein guter Weg sein. Oder aber man argumentiert mit dem Verweis auf die weitgehende Vernetzung unserer Welt und die Wechselwirkungen zwischen den Zust&auml;nden in verschiedenen L&auml;ndern und auch den daraus erwachsenden Gefahren eine ordnende Funktion der gro&szlig;en, prosperienden Staaten, was zu allen Zeiten die von Gro&szlig;m&auml;chten bevorzugte Haltung war. Beide Ans&auml;tze sind in meinen Augen vertretbar, man muss nur eine klare Entscheidung treffen.</p> 

<p>Eine Milit&auml;rintervention w&auml;re also in meinen Augen durchaus zu rechtfertigen. Zwar sollte man in Zukunft auch vermehrt den Einsatz ziviler Mittel (z.B. finanzielle Unterst&uuml;tzung der Opposition) in Erw&auml;gung ziehen. Diesen haftet zwar der Nimbus der Ineffizienz an, doch dabei geht vergessen, dass f&uuml;r milit&auml;rische Operationen auch ein Zehn- und Hundertfaches an Geld investiert wird. Was man mit so gro&szlig;en Mitteln bei der politischen L&ouml;sung von Konflikten erreichen k&ouml;nnte, haben wir bisher leider noch nicht in Erfahrung bringen d&uuml;rfen. Dennoch scheint mir ein milit&auml;rischer Eingriff im Irak beim derzeitigen Stand der Friedensforschung zu verantworten zu sein.</p>

<p>&nbsp;</p>

<p>Trotz alledem ist der amerikanische Pr&auml;sident George Walker Bush mit seiner Position unglaubw&uuml;rdig.</p>

<p>&nbsp;</p>

<p>Er ist unglaubw&uuml;rdig, weil er wichtige Dinge nicht angesprochen hat:</p>

<p>Er hat uns nicht gesagt, wie er das Vertrauen des irakischen Volkes gewinnen will, nachdem im ersten Golfkrieg die oppositionellen Verb&auml;nde, die die Amerikaner unterst&uuml;tzen, verraten und der grausamen Repression des Diktators anheimgegeben worden sind.</p>

<p>Er hat uns nicht gesagt, wie er den Kurden erkl&auml;ren will, dass er ihnen ihren legitimen Wunsch nach einem eigenen Staat aller Wahrscheinlichkeit nach abschlagen muss.</p>

<p>Er hat uns nicht gesagt, wie er den Prozess des Nation Building gestalten und finanzieren will (bisher sind nur im Vergleich zu den Milit&auml;rausgaben nachgerade l&auml;cherlich anmutende Summen vorgesehen), insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass die USA in diesem Bereich &uuml;ber wenig Kompetenzen verf&uuml;gen und er paradoxerweise zwar f&uuml;r den Krieg eine gro&szlig;e Mehrheit der Amerikaner hinter sich wei&szlig;, f&uuml;r die Finanzierung des Nachkriegsprozesses aber keinesweges, obschon sich die Experten - auch die sch&auml;rfsten Kriegsbef&uuml;rworter - darin einig sind, dass der Miit&auml;rschlag nur dann einen Sinn hat, wenn darauf intensives Nation Building folgt.</p>

<p>Er hat uns nicht gesagt, wie er damit umgeht, dass Saddam Hussein aus strategischen Gr&uuml;nden von den USA im vollen Wissen um seine Grausamkeit aufgebaut worden ist, und wie er verhindern will, dass sein Land in Zukunft aus strategischen Gr&uuml;nden neue Schreckensregimes aufbaut, so geschehen nicht nur im Irak, sondern auch in Afghanistan, frei nach dem Motto: &quot;Er ist zwar ein Hurensohn, aber er ist <i>unser</i> Hurensohn&quot; (Roosevelt &uuml;ber den nicaraguanischen Diktator Somoza). Manche Kommentatoren sehen in der Verteidigungsdoktrin von Herrn Rumsfeld einen Bruch mit dieser Tradition. Doch es w&auml;re sicher f&uuml;r alle Welt leichter, diesen Krieg zu akzeptieren, w&uuml;rde dieser Bruch in aller Deutlichkeit &ouml;ffentlich und unter Eingest&auml;ndnis fr&uuml;herer Fehler vollzogen. In der derzeitigen Situation m&uuml;ssen wir an dessen nachhaltiger G&uuml;ltigkeit n&auml;mlich zweifeln.</p>

<p>Er hat uns nicht gesagt, wie er der Vermutung begegnen will, dass die USA dem Irak eine hohe Kriegsschuld auferlegen d&uuml;rften und so trotz gegenteiliger Beteuerungen indirekt die Kontrolle &uuml;ber dessen Erd&ouml;lressourcen an sich rei&szlig;en k&ouml;nnten, beziehungsweise, inwieweit diese Vermutung begr&uuml;ndet ist und wie das Thema Kriegsschuld generell behandelt werden soll.</p>

<p>Er hat uns nicht gesagt, welche Interessen die USA genau mit diesem Krieg verfolgen. Dass geostragetische &Uuml;berlegungen dabei gar keine Rolle spielten, das nimmt ihm ohnehin niemand ab. Es w&auml;re kl&uuml;ger, wenn diese genau definiert w&uuml;rden, um so dar&uuml;ber hinaus gehenden Unterstellungen die Grundlage zu entziehen.</p>

<p>Er hat uns nicht gesagt, womit er seine These von der demokratischen Ansteckung untermauern will. Man muss, glaube ich, noch lange kein b&uuml;rokratieversessener Europ&auml;er sein, um sich zumindest eine ernsthafte wissenschaftliche Studie zur St&uuml;tzung dieser Theorie zu w&uuml;nschen.</p>

<p>Er hat uns nicht gesagt, wie er es vor seinen Soldaten verantworten kann, sie erneut in den Irak zu schicken, w&auml;hrend die schlimmen Erkrankungen, die viele von ihnen aus dem ersten Golfkrieg davongetragen haben, nach wie vor einer Erkl&auml;rung harren.</p>

<p>Er hat uns nicht gesagt, wie er eine korrekte Behandlung amerikanischer Kriegsgefangener erwirken will, w&auml;hrend die USA selbst den auf Guant&aacute;namo festgehaltenen Taliban-K&auml;mpfern nicht das gleiche Recht zugestehen.</p>

<p>Er hat uns nicht gesagt, was er f&uuml;r Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine Reform der UNO hat, wo er diese doch als so ineffizient zu betrachten scheint. Obstruktion und Unterminierung sind langfristig auch aus amerikanischer Sicht keine L&ouml;sung.</p>

<p>Er hat uns nicht gesagt, wie sein Volk f&auml;hig sein soll, die von Saddam Hussein ausgehende Gefahr richtig einzusch&auml;tzen, nachdem seine Regierung und die US-Medien es so schlecht informiert haben, dass ein Gro&szlig;teil nicht einmal wei&szlig;, wo der Irak &uuml;berhaupt liegt, und Saddam Hussein und Ousama bin Ladin im &ouml;ffentlichen Bewusstsein schon weitgehend zu einer Figur verschmolzen sind.</p>

<p>Er hat uns nicht gesagt, inwiefern die Paranoia, die im amerikanischen Volk herrscht und gesch&uuml;rt wird, das rationale Abw&auml;gen von F&uuml;r und Wider erleichtern soll. Diese Paranoia &auml;u&szlig;ert sich nicht nur in den steigenden Verkaufszahlen bei Waffen, Alarmanlagen und Sicherheitsprodukten aller Art und den vielen Terror-Fehlalarmen, sondern auch im Tonfall vieler kriegsbef&uuml;rwortender und kriegskritischer Kommentare, die uns aus den USA erreichen. Generell gewinnt man den Eindruck, man versuche das Trauma des 11. September nicht zu &uuml;berwinden, sondern vielmehr zu zelebrieren, was keine gute Grundlage f&uuml;r eine m&ouml;glichst emotionsfreie Entscheidungsfindung ist.</p>

<p>Er hat uns nicht gesagt, welche Lehren er aus der Ineffizienz (wenn nicht Kontraproduktivit&auml;t) der Wirtschaftssanktionen gegen den Irak in Bezug auf deren Einsatz im Allgemeinen zu ziehen gedenkt.</p>

<p>Er ist unglaubw&uuml;rdig, weil er das Spiel der Terroristen des 11. September 2001 mitspielt:</p>

<p>Die Terroristen stie&szlig;en sich an unserer liberalen Gesellschaft. Mit den verschiedenen Patriot Acts hat Bush ihr Spiel mitgespielt.</p>

<p>Die Terroristen wollten Polarisierung und Hass schaffen, da diese Emotionen ihnen Zulauf bringen. Durch seine selbstgerecht wirkende Rhetorik, bei der auch gerne mal ein ganzes Volk als &quot;b&ouml;se&quot; bezeichnet wird, schafft er Hass und Ablehnung und spielt damit das Spiel der Terroristen mit.</p>

<p>Er ist unglaubw&uuml;rdig, weil er uns f&uuml;r dumm zu verkaufen scheint:</p>

<p>Er verkauft uns f&uuml;r dumm, wenn er die Welt pauschal in gut und b&ouml;se teilt, wo doch jedes Kindergartenkind wei&szlig;, dass die Dinge so einfach nicht sind.</p>

<p>Er verkauft uns f&uuml;r dumm, wenn er sagt, man habe Saddam nach dem ersten Krieg eine &quot;zweite Chance&quot; gegeben (&quot;Gut, Saddam, weil du's bist, geben wir dir noch 'ne Chance&quot; - glaubt er wirklich, wir h&auml;tten eine derart naive Vorstellung von Weltpolitik?), anstatt uns konkret auseinanderzusetzen, weshalb die amerikanische Interessenslage damals keinen Regimewechsel erforderte, heute aber schon.</p>

<p>Er verkauft uns f&uuml;r dumm, wenn er nicht versteht, dass Argwohn aufkommt, wenn die Beweise den Behauptungen stets erst nachgeliefert werden, und dies nicht immer allzu professionell.</p>

<p>Er verkauft uns f&uuml;r dumm, da er uns keine S&auml;tze, die aus mehr als nur Subjekt, Pr&auml;dikat, Objekt bestehen, zuzumuten zu d&uuml;rfen glaubt.</p>

<p>Er verkauft uns f&uuml;r dumm, wenn uns stets eingeredet wird, alles verlaufe nach Plan, obschon wir genau wissen, dass die wenige Tage zuvor &ouml;ffentlich verk&uuml;ndeten Ziele nicht erreicht worden sind (puncto Ausschaltung Saddams, Massendesertationen im irakischen Heer, &Uuml;berl&auml;ufer auf h&ouml;chster Ebene... usw.). Meint die Bush-Administration wirklich, wir h&auml;tten so ein schlechtes Ged&auml;chtnis?</p>

<p>Er ist unglaubw&uuml;rdig, weil er ein offensichtliches Kommunikationsproblem hat:</p>

<p>Viele vermuten - zu Recht, so denke ich -, Bill Clinton h&auml;tte der Welt&ouml;ffentlichkeit die gleiche Politik wie die seines Nachfolgers schlicht und einfach besser verkaufen k&ouml;nnen. Bush versuchte von Anfang an zu &uuml;berzeugen, indem er Entschlossenheit markierte. Stattdessen entstand der Eindruck - ich sage: der Eindruck! -, jeder Vorwand sei ihm recht, er wolle einfach um Teufels Gewalt seinen Krieg haben. Er sprach, als ob er die Bibel nur ungef&auml;hr bis zu den Propheten gelesen h&auml;tte und das Neue Testament sich seiner Kenntnis entziehe. Als nun die US-Administration merken musste, dass sie keineswegs &uuml;berall auf offene Ohren stie&szlig;, im Gegenteil, da war sie - so wirkte es - beleidigt, und rund herum wurden Staatsoberh&auml;pter befreundeter Staaten kindisch abgekanzelt. Man schmollte. Man h&ouml;rt es nicht gerne, wenn einem Cowboy-Rhetorik und Kulturlosigkeit vorgeworfen wird. Dann f&uuml;hlt man sich gekr&auml;nkt und missverstanden, anstatt sich in einer uramerikanischen pragmatischen Tradition zu fragen: Okay, ich habe ein Problem mit meiner &ouml;ffentlichen Wahrnehmung. Was kann <i>ich</i> tun, um es zu l&ouml;sen?</p>

<p>Dies erscheint mir bemerkenswert, wei&szlig; doch jedes Unternehmen, dass die Antwort auf eine ung&uuml;nstige &Ouml;ffentlichkeitswahrnehmung immer in einer &Uuml;berarbeitung der eigenen Kommunikationspolitik liegen muss. Kein Konzern, der zum Opfer von Anfeindungen wird, beharrt selbstgerecht auf seiner Position, nein, es wird zwecks Imagekorrektur die Kommunikationsstrategie ge&auml;ndert. Im Land des freien Unternehmertums w&auml;re soviel Professionalit&auml;t doch auch der Regierung zuzumuten, erst recht, wenn es sich um die einzige Supermacht handelt!</p>

<p>Auch nun, im Krieg, entsteht das Bild von unkoordiniertem Draufg&auml;ngertum und Nervosit&auml;t. Sonderbehandlungen f&uuml;r britische und amerikanische Journalisten und weitgehend inhaltsleere Briefings &uuml;ber den Kriegsverlauf best&auml;tigen die Gegner nur in ihren Vorurteilen, selbst dann, wenn diese unberechtigt sind. In Europa, aber auch in der arabischen Welt f&uuml;hlen sich wohl auch viele, die Amerika gegen&uuml;ber prinzipiell positiv eingestellt sind, durch die taktlose Rhetorik der Bush-Administration abgesto&szlig;en. Ein etwas kultivierterer Ton w&auml;re gerade den amerikanischen Interessen gewiss sehr f&ouml;rderlich. Dass dies nicht erkannt wird, zeugt, wie gesagt, von Unprofessionalit&auml;t. Auch die Kriegspropaganda im ersten Golfkrieg war nicht auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, zu leicht war sie zu entlarven (Brutkastengeschichte, Fernsehbilder aus dem Archiv, die manchmal nicht einmal aus dem Irak stammten...), und besch&auml;digte so auf lange Frist die Glaubw&uuml;rdigkeit und so auch die internationale Durchsetzungskraft der USA.</p>

<p>Wenn diese Probleme schon im Umgang mit den Europ&auml;ern bestehen, wie soll es dann erst gelingen, die arabische Welt von der amerikanischen Position zu &uuml;berzeugen, und sei diese an sich noch so vern&uuml;nftig?</p>

<p>Bush ist aber besonders aus einem Grund unglaubw&uuml;rdig: Er fordert das Schicksal heraus.</p>

<p>Zu Beginn der Debatte hatte Colin Powell noch mit Nachdruck ein Exit-Szenario gefordert. Ein solches gibt es nicht. Der amerikanische Plan beruht darauf, dass er funktioniert, dass das Streichholz nicht davonspickt. Doch selbst wer nicht der &Uuml;berzeugung anh&auml;ngt, alles, was schiefgehen k&ouml;nne, gehe auch schief, muss zugeben, dass mit gr&ouml;&szlig;ter Wahrscheinlichkeit irgend etwas bestimmt nicht nach Plan verlaufen wird, umso mehr als es, wie schon erw&auml;hnt, zahlreiche Unsicherheitsfaktoren gibt (Akzeptanz der amerikanischen Besatzung in der Bev&ouml;lkerung, Stichhaltigkeit der Theorie der demokratischen Ansteckung, Gefahr von Guerillataktiken, grausamer Behandlung amerikanischer Soldaten und daraus resultierendes Abbr&ouml;ckeln der Unterst&uuml;tzung in der Heimat... usw.). Und wenn der gesamte Befreiungsprozess nicht konsequent zu Ende gef&uuml;hrt wird, so droht Chaos und Gewalt, und dies in einem hochger&uuml;steten Land! Nat&uuml;rlich: wenn in einigen Jahren im Nahen Osten Demokratie und Wohlstand herrschen, so wird dieser Krieg doch Gutes geschaffen haben; und wenn dann ein paar amerikanische Firmen daran verdienen und die Vereinigten Staaten Macht gewinnen, so wird es ihnen zu g&ouml;nnen sein. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht, ist meiner Ansicht nach geringer als die, dass es nicht geschieht.</p>

<p>Er vertraue auf Gott, hei&szlig;t es dann immer vom frommen US-Pr&auml;sidenten. Doch auf Gott vertrauen hei&szlig;t mit Gottes Hilfe vern&uuml;nftig handeln. Unvern&uuml;nftig handeln und dabei auf Gottes Hilfe vertrauen hingegen hei&szlig;t Gott versuchen, und dies r&auml;cht sich immer.</p>

<p>Manche Kriegsgegner sehen mit Grauen ein Zeitalter des weltweiten amerikanischen Imperialismus heraufd&auml;mmern. Diese Furcht ist in meinen Augen unbegr&uuml;ndet. Der H&ouml;hepunkt der amerikanischen Macht - Mitte der Neunzigerjahre - ist &uuml;berschritten, trotz ihrer haushohen milit&auml;rischen &Uuml;berlegenheit. Europa und China werden schrittweise erstarken und ein Gegengewicht bilden, w&auml;hrend die exponierte Position der Vereinigten Staaten diese zum bevorzugten Ziel f&uuml;r Angriffe machen wird. So wird sich ein neues Gleichgewicht einpendeln, von dem letzlich auch das amerikanische Volk profitieren d&uuml;rfte, das der derzeitigen Hegemonie paradoxerweise doch einiges zu opfern hat, nicht nur materiell, sondern auch an innerem Frieden.</p>

<p>Nein, langfristig m&uuml;ssen wir nicht <i>vor</i> den USA Angst haben, sondern vielmehr <i>um</i> die USA. Und so fragt sich schon heute, fernab des dumpfen Antiamerikanismus dummdreister Berufsneinsager, bang der besorgte Europ&auml;er: Wo ist es, das Amerika, das wir lieben? Das Amerika, das uns in unserer Geschichtsbeladenheit und Befangenheit immer wieder mit seiner Naivit&auml;t und unbedarften Neugier erfrischt und erhellt? Das Amerika, das mit seiner Freiheit, seiner Toleranz, seinem Mut so oft in dunklen Zeiten als Licht am Horizont leuchtete? Das Amerika, mit dem gemeinsam wir die moderne Demokratie entwickelt haben und das zu unserer westlichen Welt einfach dazugeh&ouml;rt, mit all seinen bisweilen unverst&auml;ndlichen, bisweilen anregenden Besonderheiten? Der Schock des 11. September scheint es noch immer fest in seinem W&uuml;rgegriff zu halten, und diese Angst und aggressive &Uuml;berladenheit treiben es zu unvern&uuml;nftigen Taten. M&ouml;ge es &uuml;ber dieses Trauma hinwegkommen und sich davon erholen!</p>

<p>Denn wir geh&ouml;ren zusammen und glauben gemeinsam an die Freiheitswerte unserer westlichen Welt. Umso schlimmer, dass die Vereinigten Staaten f&uuml;r einen vermeintlichen kurzfristigen Nutzen unseren gemeinsamen langfristigen Interessen durch &uuml;berhetzt dilettantisches Verhalten schaden. Denn durch die Unterminierung des V&ouml;lkerrechts und alle anderen schon erw&auml;hnten Unstimmigkeiten, die mit diesem Krieg einhergehen, verlieren wir an Glaubw&uuml;rdigkeit in der Welt. Und dieser moralische Verlust kann selbst machtpolitisch betrachtet weder durch geostrategische Vorteile, noch durch milit&auml;rische &Uuml;berlegenheit wettgemacht werden.</p>

<p>In der derzeitigen Situation bleibt nur zu hoffen, dass, ist das Streichholz erst einmal davongespickt, irgend jemand es rechtzeitig vom &Ouml;lteppich der arabischen Welt wieder aufhebt, bevor diese lichterloh in Flammen steht!</p>


                <p>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/iraq" rel="tag" class="technorati" title="iraq">iraq</a> <a href="http://technorati.com/tag/war" rel="tag" class="technorati" title="war">war</a> <a href="http://technorati.com/tag/iraq+war" rel="tag" class="technorati" title="iraq war">iraq war</a> <a href="http://technorati.com/tag/bush" rel="tag" class="technorati" title="bush">bush</a> <a href="http://technorati.com/tag/europe" rel="tag" class="technorati" title="europe">europe</a> <a href="http://technorati.com/tag/saddam" rel="tag" class="technorati" title="saddam">saddam</a> <a href="http://technorati.com/tag/gulf" rel="tag" class="technorati" title="gulf">gulf</a></p>
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         <pubDate>Thu, 22 Mar 2007 22:49:59 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>How To Tell Your Browser What Languages You Speak</title>
         <description><![CDATA[<p>This is the first of two entries I have planned to write on language and content negotiation. A lot of non-techies do not even know what content negotiation means – which is not really a problem –, but they also miss out on an opportunity to improve their user experience on the Internet. Since in this post I am going to limit myself to language negotiation – as opposed to content negotiation in general –, I believe that it is particularly relevant to language professionals.</p>]]></description>
         <link>http://christianflury.com/blog/2007/03/how_to_tell_your_browser_about_1.html</link>
         <guid>http://christianflury.com/blog/2007/03/how_to_tell_your_browser_about_1.html</guid>
         <category>Language and Translation</category>
         <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
        <![CDATA[
                 <p>This is the first of two entries I have planned to write on language and content negotiation. A lot of non-techies do not even know what content negotiation means – which is not really a problem –, but they also miss out on an opportunity to improve their user experience on the Internet. Since in this post I am going to limit myself to language negotiation – as opposed to content negotiation in general –, I believe that it is particularly relevant to language professionals.</p>
		<h3>The basics of HTTP headers and content negotiation</h3>
<p>When your browser requests an Internet page, it does not merely go and fetch it. It communicates and “negotiates” with the web server so to speak. The language it uses to do so is called HTTP (hyper-text transfer protocol), along with HTML (hyper-text mark-up language) one of the two main pillars of the world-wide web.</p>
<p>For example, your browser may typically tell the server something like this: I would like to display the page referenced by the URL http://christianflury.com/blog/. By the way, I am a Mozilla-based browser that runs on Windows&nbsp;XP, and I have got a copy of that page's version last updated on the 15th of December, 11:04h, so if it has not been modified in the meantime, I do not need to download a fresh copy. For text, I like html or xhtml best, but text-only is okay as well, and when it comes to images, I prefer PNG to other formats such as gif or jpeg.</p>
<p>The server could then reply: Nice to see you, don't worry, your copy of the page is okay, no need to transmit it once again. Or: Here you are, this is the version of the page that best respects your preferences.</p>
<p>Obviously, they don't speak plain English, but HTTP which looks a bit like such:</p>
<pre style="color:grey;font-size:80%;">
http://christianflury.com/blog/

GET /blog/ HTTP/1.1

Host: christianflury.com
User-Agent: Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686; de; rv:1.8.1.2) Gecko/20060601 Firefox/2.0.0.2 (Ubuntu-edgy)
Accept: text/xml,application/xml,application/xhtml+xml,text/html;q=0.9,text/plain;q=0.8,image/png,*/*;q=0.5
Accept-Language: de,en;q=0.8,fr;q=0.5,it;q=0.3
Accept-Encoding: gzip,deflate
Accept-Charset: ISO-8859-1,utf-8;q=0.7,*;q=0.7
Keep-Alive: 300
Connection: keep-alive
Referer: http://christianflury.com/
Cookie: language=last_changed&amp;1174519453&amp;language&amp;de

HTTP/1.x 200 OK

Date: Wed, 21 Mar 2007 23:24:43 GMT
Server: Apache/2.0.58 (Unix) mod_ssl/2.0.58 OpenSSL/0.9.7a
Content-Language: de, en
Last-Modified: Wed, 21 Mar 2007 23:24:13 GMT
Content-Type: application/xhtml+xml

</pre>
<p style="font-size:80%;font-style:italic;">One note to security-paranoid techies reading this: Yes, now you can copy my cookie and log on to my site pretending that you have set the interface to German and last changed your preferences yesterday evening. Big deal.</p>
<h3>The Accept-Language header</h3>
<p>In the funny HTTP-ish conversation above, one line is of particular interest to us:<br />
<i>Accept-Language: de,en;q=0.8,fr;q=0.5,it;q=0.3</i><br />
Translated into plain English, this means: I prefer to read in German. If you don't have German, give me English; if you don't have English, give me French; and if you don't speak French, you might as well serve me your content in Italian.</p>
<p>Believe it or not: servers do listen to you (sometimes). For example, when you visit my homepage for the very first time, the interface and all the content (except this blog) will appear in German, French or English according to the <i>Accept-language</i> header your browser sends. The same goes for a lot of other websites.</p>
<h3>How to tell your browser</h3>
<p>Great, you may object, but how do I tell my browser? After all, I don't speak HTTP.</p>
<p>Luckily, you can tell most browsers quite easily what Accept-language headers you want them to send. To learn how to change your language preferences in your browser of choice, you may want to check out this <a href="http://www.w3.org/International/questions/qa-lang-priorities" title="Setting language preferences in a browser">nice W3C document</a>.</p>
<p>In Firefox&nbsp;2.0, it looks as follows:</p>
<img src="http://christianflury.com/images/blog/FFLanguages.png" alt="Image of my language settings in Firefox 2.0" />
<h3>In how far will this improve your user experience?</h3>
<p>Suppose your mother tongue is Icelandic (a lovely language, by the way), you are also fluent in English and speak a bit of Flemish. If you visit a Belgian website that's available in French and Flemish, the website can determine that the Flemish version will be most relevant to you and spare you the hassle of looking for the language navigation and changing the interface language to Flemish manually. For people with a multilingual background (and thanks to increased mobility there are more and more of them) who are regularly searching for information on the Internet, this can prove quite useful.</p>
<h3>What the future might bring</h3>
<p>For the time being, search engines or online glossaries do not leverage the browser's language settings yet. For example, Google weights search results only according to the language that the user chose for the interface as far as I know. One reason might be that most users are not even aware of the possibility to change their language preferences in such a fine-grained way and go with the default values (mostly their local language and English). However, you never know what the future will bring. Search engines should leverage every possibility to further increase the relevance of their search results.</p>
<p>There would also be some potential for multilingual resources such as glossaries which could guess a linguist's working languages from these language settings. As always, when a website makes assumptions about a user, it should give him or her the opportunity easily to change their preferences, but still this could be quite a time-saver in a lot of environments.</p>

                <p>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/Accept+language" rel="tag" class="technorati" title="Accept-language">Accept-language</a> <a href="http://technorati.com/tag/language" rel="tag" class="technorati" title="language">language</a> <a href="http://technorati.com/tag/languages" rel="tag" class="technorati" title="languages">languages</a> <a href="http://technorati.com/tag/browser" rel="tag" class="technorati" title="browser">browser</a> <a href="http://technorati.com/tag/browsers" rel="tag" class="technorati" title="browsers">browsers</a> <a href="http://technorati.com/tag/Firefox" rel="tag" class="technorati" title="Firefox">Firefox</a> <a href="http://technorati.com/tag/content+negotiation" rel="tag" class="technorati" title="content negotiation">content negotiation</a> <a href="http://technorati.com/tag/accept+headers" rel="tag" class="technorati" title="accept headers">accept headers</a> <a href="http://technorati.com/tag/language+recognition" rel="tag" class="technorati" title="language recognition">language recognition</a> <a href="http://technorati.com/tag/http" rel="tag" class="technorati" title="http">http</a> <a href="http://technorati.com/tag/http+headers" rel="tag" class="technorati" title="http headers">http headers</a></p>
        ]]>
         </content:encoded>
         <pubDate>Thu, 22 Mar 2007 12:30:44 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Quite Some Characters: A Unicode Primer for Linguists</title>
         <description><![CDATA[<p>For people who are part of a creation process as is the case for us linguists it often proves helpful to have at least a basic idea of the other aspects involved in that process even if, strictly speaking, they are outside our own responsibility. Since computers have become such an integral part of our lives and working environments, computer-related aspects of multilingual content should be of interest to anyone involved in a translation process. This knowledge may not be directly required for our linguistic work, but it can greatly facilitate collaboration and communication with engineers, graphic designers, etc. and make it easier to identify and analyse obstacles that we may encounter from time to time. Yes, you guessed it right, this article is dedicated to the horribly dull and nasty topic of <b>text encodings</b>, in particular, <b>Unicode</b>.</p>
]]></description>
         <link>http://christianflury.com/blog/2007/03/quite_some_characters_a_unicod.html</link>
         <guid>http://christianflury.com/blog/2007/03/quite_some_characters_a_unicod.html</guid>
         <category>Localization and Internationalization</category>
         <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
        <![CDATA[
                 <p>For people who are part of a creation process as is the case for us linguists it often proves helpful to have at least a basic idea of the other aspects involved in that process even if, strictly speaking, they are outside our own responsibility. Since computers have become such an integral part of our lives and working environments, computer-related aspects of multilingual content should be of interest to anyone involved in a translation process. This knowledge may not be directly required for our linguistic work, but it can greatly facilitate collaboration and communication with engineers, graphic designers, etc. and make it easier to identify and analyse obstacles that we may encounter from time to time. Yes, you guessed it right, this article is dedicated to the horribly dull and nasty topic of <b>text encodings</b>, in particular, <b>Unicode</b>.</p>

		<p>Since this article has grown somewhat long, I have broken it down into four main chapters:</p>
<ul>
<li><a href="#how">How do computers deal with text?</a></li>
<li><a href="#regional">Regional character sets and the Unicode standard</a></li>
<li><a href="#practical">Practical guidelines for trouble-shooting</a></li>
<li><a href="#translating">Translating the term “encoding”</a></li>
<li><a href="#further">Further reading</a></li>
</ul>

<h3 id="how">How do computers deal with text?</h3>

<h4>What's a character?</h4>

<p>Sounds like an easy question to ask, doesn't it? Is it not just a visual sign used in combination with other visual signs to represent natural language in written form? Or the smallest unit of a writing system?</p>

<p>In order better to understand how text is processed by computers, I would encourage linguists to think differently and make a clear distinction between a <b>character</b> (an abstract atomic unit in language notation) and a <b>glyph</b> (the visual representation thereof). At university, we have all learnt about the semiotic triangle and how to differentiate between concept (the idea of an abstract or actual object) and term (the word or phrase used to refer to that idea). By analogy, you could think of a character as some sort of concept and of a glyph as a visual “term” used to express that concept. Systems that link a given set of glyphs to the characters they express are known as <b>fonts</b>.</p>

<p>While these considerations might sound a bit convoluted and academic, their practical implications can be of great help in trying to troubleshoot encoding issues as we will see later on.</p>

<h4>Character sets and text encodings</h4>

<p>As we all know, at the lowest level, computers only store ones and zeros. This means that in order to store written language, the series of characters of which a text consists need to be expressed in ones and zeros. This is where <b>character sets</b> and their <b>encodings</b> come into play.</p>

<p>The first step in expressing characters as bits and bytes is to assign each <b>character</b> a unique positive integer (number), referred to as that given character's <b>code point</b>. These assignments are defined in a <b>character set</b> or <b>code page</b>. For example, in most character sets the Latin capital letter C corresponds to the numeric value 67.</p>

<p>The second step, put simply, consists in representing this <b>code point</b> (i.e. this number) as ones and zeros using a logic that makes it unambiguous where one character ends and the next one begins and that respects the limitations and conventions of the system's storage capabilities. This process is referred to as <b>encoding</b>.</p>

<h4>Confused?</h4>

<p>Before we go on, let us sum up what we have discussed so far in a simple diagram.</p>

<img src="http://christianflury.com/images/blog/diagramm.png" alt="Diagram visualizing the relationship between glyphs, characters, code points and binary representation" />

<p>In other words, we have the abstract concept of a <b>character</b>. This character is presented to the human eye using a corresponding <b>glyph</b> (i.e. visual representation) provided by the used <b>font</b>. In order to be processed and stored by computers, that same character is assigned a number (<b>code point</b>) according to a <b>character set</b> or <b>code page</b>. Eventually, this number has to be represented in bits and bytes in an unambiguous way (<b>encoding</b>).</p>

<h3 id="regional">Regional character sets and the Unicode standard</h3>

<h4>ASCII</h4>

<p>The first widely-adopted character set and encoding was <b>ASCII</b>, sometimes referred to as <b>US-ASCII</b>. It was a 7-bit character set and therefore offered room for 128 (2 to the power of 7) characters, basically those that you would find on the keyboard of an English typewriter. Since computers like to organize information in units of 8 bits (bytes or, strictly speaking, octets), each character usually corresponded to one octet whose first bit was set to zero.</p>

<h4>Regionally specific encodings</h4>

<p>ASCII soon proved to be insufficient for international purposes because of the lack of support for diacritical marks or special characters, let alone Asian or otherwise exotic scripts (writing systems). This resulted in the advent of a wealth of <b>encoding standards which extended ASCII</b>, offering larger character repertoires in order to accommodate languages other than English, as for example the <b>ISO standard 8859-1</b> (often referred to as “Western European” encoding).</p>

<p>While for most languages that make predominant use of the Latin script along with just a few special characters it was sufficient to resort to using the first (unused) bit of each octet so that one character still corresponded to one byte, a lot of non-European languages required a larger character repertoire and needed two bytes per character; hence the expression “<b>double-byte languages</b>” that is still heard from time to time in the localization industry to refer to (mostly Asian) languages with huge character sets.</p>

<h4>Unicode</h4>

<p>You may have guessed the problems that arose with the adoption of these <b>regional encoding standards</b>: They complicated the task of dealing with multilingual content and they made the process of localizing software and documents into languages that used different character sets complex, cumbersome and bug-prone. </p>

<p>The basic idea behind the <b>Unicode standard</b> (which emerged in the nineties) was to introduce encodings capable of accommodating a <b>character repertoire</b> (i.e. collection of characters) that would cover every thinkable language and <b>script</b> (<b>writing system</b>) in the world. (I shall spare you the complicated challenges that accompanied its evolution – you may want to look up UCS-2 and UCS-4, combined characters or Han unification if you are interested in the gory details.) Unicode defines a character set (<b>UCS – Universal Character Set</b>) designed for that purpose. The code points were assigned with <b>backwards compatibility</b> in mind – its first 256 code points are identical to ISO 8859-1 (Western European) whose first 128 code points, in turn, are identical to ASCII. For other scripts, the ordering of regional encodings was preserved to make <b>re-encoding of existing content</b> easier.</p>

<p>It is important to note that Unicode's <b>Universal Character Set</b> is exactly that: a <i>character set</i>, not an <i>encoding</i>. This means it assigns numbers to characters, but does not impose one particular <i>encoding</i> of that character set (i.e. a representation of the code points in bytes and bits). Previously, most regional character sets had also defined one particular encoding which meant that distinction between character set or code page and encoding was not as important as it became with Unicode.</p>

<h4>U+WTF?</h4>

<p>When reading about Unicode or dealing with engineers, you may often come across <b>notations such as U+004B</b> to refer to a given character. The “U+” indicates that we are referring to a Unicode code point while what follows is the number assigned to the character in question in <b>hexadecimal notation</b>. For example, U+004B refers to Unicode character number 75 (4 x 16 + 11) which is the Latin capital letter K.</p>

<p>In computer science, hexadecimal notation is often preferred to decimal notation because, unlike 16 which is the base of the hexadecimal system, the base of the decimal system – 10 – is not a power of two. Moreover a two-digit hexadecimal number can have 256 different values – exactly as many as a byte (two to the power of eight since a byte has eight bits).</p>

<h4>Unicode encodings: UTF-32, UTF-16 and UTF-8</h4>

<p>The main decision to take with regards to the <b>encoding of the Unicode character set</b> regards the <b>trade-off between space requirements and complexity</b>.</p>

<p><b>UTF-32</b> is a <b>fixed-width</b> encoding. This means every single character needs exactly 32 ones and zeros (4 bytes). This is simple, but creates a huge overhead when you are mostly dealing with Western characters. <b>UTF-16</b> and <b>UTF-8</b> are <b>variable-width</b> encodings: they require less storage for very common characters than for rare characters, but they are more complex. Furthermore, for text that only contains ASCII characters, UTF-8 is byte-identical to ASCII which increases backwards compatibility.</p>

<h4>Endianness – does your computer “think” in English or in German?</h4>

<p>In the context of Unicode encodings, you will sometimes come across the terms “<b>big-endian</b>” or “<b>little-endian</b>”. They refer to a low-level technicality that we should not really care about as non-techies. Just to explain the concept for the sake of completeness: You probably know that, instead of “forty-two”, in German we would say “two-and-forty” (“zweiundvierzig”). When ordering the bytes in a multi-byte character, some computer systems think in English, others in German. This is basically what endianness means. Luckily, so far no computer system has been invented that would think in French, thus encoding its bytes along the lines of “quatre-vingt-quatorze” (“four times twenty and fourteen” = 94).</p>

<h4>BOM or Unicode signature</h4>

<p>To disambiguate its endianness or byte order, a file may contain a <b>BOM</b> (<b>byte-order mark</b>) as its first character. This “invisible” character has the code-point U+FEFF and, in principle, serves the sole purpose of defining the byte order or endianness of that file. However, it is also used as a marker indicating that the given file is encoded in UTF-8, UTF-16 or UTF-32, hence the alternative term <b>Unicode signature</b>.</p>

<h4>Misuse of the term “Unicode” as a synonym for UTF-16</h4>

<p>Since this entire topic is not quite confusing enough as it is, at some point, someone (it is rumoured that it was Microsoft) started using “Unicode” as a synonym for UTF-16. As we know, this is <b>nonsense</b>: Unicode is a <i>standard</i> that defines a <i>character set</i> which may be <i>encoded</i> using several encoding systems <i>one of which</i> is UTF-16. Unfortunately the illogical use of “Unicode” as a synonym for “UTF-16” has become widespread in text processing and other computer applications. This adds to the general confusion about encoding issues.</p>

<h3 id="practical">Practical guidelines for trouble-shooting</h3>

<h4>Character corruption</h4>

<p>Today, the different Unicode encodings (in particular, UTF-8 and UTF-16 with or without BOM) enjoy widespread adoption, but some applications, database systems, frameworks and scripting languages are still lacking full support for them and rather use regional encodings. This means that when data is exchanged between applications or systems, text may have to be re-encoded in the background. Sometimes this goes wrong which causes <b>character corruption</b>.</p>

<p>This is why from time to time, when you find your elaborate and well-formatted translation published, you might notice in utter horror that <b>special characters</b> or special <b>typographic marks</b> have been lost or represented badly. While this is particularly common in e-mail communication (where, in addition, the problem of <i>transfer-encoding</i> comes into play), it may happen in a lot of other cases as well, and you don't want to see the result of your hard work mutilated.</p>

<h4>Trouble-shooting</h4>

<p>I have often seen people manually re-enter or correct text that had been damaged. This is mostly unnecessary and it pays off to approach the problem analytically. Therefore, here are some questions you may want to ask (yourself or the client's engineer or graphic designer) when you come across garbled characters.</p>

<ul>
<li>Remember what we said about the difference between <b>characters</b> and <b>glyphs</b>? In a lot of cases, the <b>characters</b> may be intact, but the <b>font</b> that is used to represent them may not offer <b>glyphs</b> for some of them. Therefore, the first thing to do is to try some other fonts in order to find out if this might be case. This is the easiest problem to fix. In such cases, depending on the application, the characters that cannot be represented may be visualized as question marks, little squares or not at all.</li>

<li>Does the text look mostly alright, except that most of the special characters have been replaced with different ones? This presumably means that one particular <b>one-byte encoding has been interpreted as a different one-byte encoding or as UTF-8</b>. Depending on the complexity of the publishing process, you may not be able to fix this yourself, but you can give the engineer a valuable hint.</li>

<li>Same as above, but some special characters have been replaced with a sequence of two different special characters rather than just one different special character. This might mean that <b>UTF-8 has been interpreted as a regional one-byte encoding</b> or it may indicate a <b>double-encoding issue</b>. For instance, your text may have been re-encoded from Eastern European to UTF-8 at some point in the process. Later on, it may have been interpreted as Eastern European and re-encoded again. Again, this indicates a bug in the process about which you cannot anything yourself, but when you spot this phenomenon, you may give the technical experts valuable hints. Note that double-encodings are often irreversible – let's hope there is a backup of an uncorrupted version.</li>

<li>Does each file have one weird character or a sequence of weird characters at the start? The reason is most probably that the file was encoded using a <b>BOM</b> (<b>byte-order mark</b>), but some application used in the process did not understand byte-order marks.</li>

<li>Have all special characters disappeared? There may be one piece of software in the process that can only deal with ASCII, <b>ignoring all non-ASCII characters</b>. This is, for instance, the case of some notification emails sent by Yahoo groups. Also, it often happens when semi-professional php scripts are involved.</li>

<li>Does the entire text look weird and partly corrupted and there is a lot of additional white-space between individual characters? At some point, <b>UTF-16 might have been misinterpreted as UTF-8</b>.</li>

<li>Unable to use or open a UTF-8 or UTF-16 file in a particular context? Note that some applications (especially on the Windows platform) explicitly require a BOM while others (especially under Linux) explicitly forbid it and cannot deal with it.</li>

<li>Do you get funny character sequences along the lines of a pattern as in “Gr=C3=BC=C3=9Fe=” (which should read “Grüße”)? At some point, the content was encoded in <b>base 64</b> or <b>Quoted-Printable</b> without being <b>decoded</b> correctly afterwards. See my article <a href="http://christianflury.com/blog/2007/01/corrupted_plaintext_email_mess.html">Ever heard of base64?</a> for details.</li>

<li>In emails and on web pages, there's sometimes a very simple explanation for corrupted characters:  the server or the web page or email themselves may be <b>specifying a wrong encoding</b> – for example, when a web page is encoded in UTF-8, but it claims that it is encoded in  ISO 8859-2. </li>
</ul>

<p>For translators it is of particular interest to note that the above-mentioned phenomena of UTF-8 being interpreted as a particular regional one-byte encoding and vice versa are a common cause of character corruption when <b>exchanging translation memories</b> between <b>Trados 6</b> and <b>Trados 7</b>.</p>

<p>Still, you may find yourself thinking: “Great, but what has it got to do with me? After all, I am a linguist, not an engineer.” Whilst this is true, the engineers, editors or graphic designers involved in the process may not feel too comfortable with text encoding issues either. More importantly, if they do not speak the language in question, it may be harder for them to spot what has really gone wrong and they may appreciate some hints.</p>

<h3 id="translating">Translating the term “encoding”</h3>

<p>I have noticed that the term encoding is sometimes mistranslated or misunderstood by linguists who confuse the two fundamentally different concepts of <b>encoding</b> (the representation of information in a form that can be stored or transmitted by computers) and <b>encryption</b> (the process of making this information inaccessible to third parties that do not possess a secret key required to decrypt it).</p>

<p>For example, the German <b>gmail</b> interface (as of today, 18th of March, 2007) claims that you can choose some mysterious “default encryption” (“Standardtextverschlüsselung”) as your selected mode of “encryption” (“Verschlüsselung”) when sending email. Obviously, with all due respect for Google's spirit of innovation, <b>email does not get “encrypted”, with or without gmail</b>. (What they meant to write was "Zeichenkodierung" - "text encoding"). A typical case of “translating” without using your head, the Internet or the slightest bit of common sense which results in Google possibly being seen as lying to its German-speaking users – the few ones that still trust these translations, that is.</p>

<p>You know, Google translators, there's this revolutionary new <b>search engine</b> that actually allows you to research terms and information on the Internet without even leaving the office, hey, you can even look up <b>definitions of terms</b> using the <i>define:</i> syntax (just try it with some random term such as, say, “<a href="http://www.google.com/search?hl=de&amp;q=define%3AVerschl%C3%BCsselung&amp;btnG=Suche&amp;lr=" title="Definition von Verschlüsselung">Verschlüsselung</a>”, you'll be astonished) – what was it called again? Gog... Goo... something like that. Anyway. Go figure it out, it's really great – that German guy told me it even offered a new secure technology for encrypted email transmission...</p>

<p>With this in mind, I hope this article will help save your work from the abyss of character corruption, and, more importantly, I hope your content is actually worth it.</p>

<h3 id="further">Further reading</h3>
<p><b>Update:</b> Here are a few resources for people who want to learn more about the subject:</p>
<ul>
<li>Joel on Software, <a href="http://www.joelonsoftware.com/articles/Unicode.html" title="Joel on Software">The Absolute Minimum Every Software Developer Absolutely, Positively Must Know About Unicode and Character Sets (No Excuses!)</a></li>
<li><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Unicode" title="Wikipedia">Wikipedia article on Unicode</a></li>
<li><a href="http://www.unicode.org/" title="Unicode Consortium">Official homepage of the Unicode Consortium</a></li>
<li><a href="http://unicode.coeurlumiere.com/" title="Unicode characters 1-65535">Table of the 65534 first Unicode characters along with their code points</a></li>
</ul>
                <p>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/encoding" rel="tag" class="technorati" title="encoding">encoding</a> <a href="http://technorati.com/tag/code+page" rel="tag" class="technorati" title="code page">code page</a> <a href="http://technorati.com/tag/code+point" rel="tag" class="technorati" title="code point">code point</a> <a href="http://technorati.com/tag/unicode" rel="tag" class="technorati" title="unicode">unicode</a> <a href="http://technorati.com/tag/utf+8" rel="tag" class="technorati" title="utf-8">utf-8</a> <a href="http://technorati.com/tag/utf+16" rel="tag" class="technorati" title="utf-16">utf-16</a> <a href="http://technorati.com/tag/utf+32" rel="tag" class="technorati" title="utf-32">utf-32</a> <a href="http://technorati.com/tag/bom" rel="tag" class="technorati" title="bom">bom</a> <a href="http://technorati.com/tag/endianness" rel="tag" class="technorati" title="endianness">endianness</a> <a href="http://technorati.com/tag/character+corruption" rel="tag" class="technorati" title="character corruption">character corruption</a> <a href="http://technorati.com/tag/text+encoding" rel="tag" class="technorati" title="text encoding">text encoding</a> <a href="http://technorati.com/tag/character+set" rel="tag" class="technorati" title="character set">character set</a> <a href="http://technorati.com/tag/glyph" rel="tag" class="technorati" title="glyph">glyph</a> <a href="http://technorati.com/tag/font" rel="tag" class="technorati" title="font">font</a> <a href="http://technorati.com/tag/google" rel="tag" class="technorati" title="google">google</a> <a href="http://technorati.com/tag/gmail" rel="tag" class="technorati" title="gmail">gmail</a> <a href="http://technorati.com/tag/ucs" rel="tag" class="technorati" title="ucs">ucs</a> <a href="http://technorati.com/tag/universal+character+set" rel="tag" class="technorati" title="universal character set">universal character set</a> <a href="http://technorati.com/tag/localization" rel="tag" class="technorati" title="localization">localization</a> <a href="http://technorati.com/tag/intenationalization" rel="tag" class="technorati" title="intenationalization">intenationalization</a> <a href="http://technorati.com/tag/l10n" rel="tag" class="technorati" title="l10n">l10n</a> <a href="http://technorati.com/tag/i18n" rel="tag" class="technorati" title="i18n">i18n</a> <a href="http://technorati.com/tag/translation" rel="tag" class="technorati" title="translation">translation</a></p>
        ]]>
         </content:encoded>
         <pubDate>Mon, 19 Mar 2007 13:45:10 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Why I love Bach (re-run, in German)</title>
         <description><![CDATA[<p><i>I'll start my <a href="http://christianflury.com/blog/2007/03/rerun_time.html" title="Re-run time">series of re-runs of some old posts</a> with a short article that I wrote some years ago for my first homepage. My goal was to explain my personal approach to the music and personality of J. S. Bach whom I view as the greatest composer, nay, the greatest artist, ever. In particular, I emphasize how he blends mathematical sophistication and deeply-felt spirituality, rationality and emotions, in a unique way. I also mention his humble concept of his own role as a "musical scientist" or maybe a mediator between heaven and earth rather than a "genius". The entire article is ripe with fanboy-like enthusiasm, but, hey, I was young back then.</i></p>]]></description>
         <link>http://christianflury.com/blog/2007/03/why_i_love_bach_rerun_in_germa.html</link>
         <guid>http://christianflury.com/blog/2007/03/why_i_love_bach_rerun_in_germa.html</guid>
         <category>Thoughts on Music</category>
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                 <p><i>I'll start my <a href="http://christianflury.com/blog/2007/03/rerun_time.html" title="Re-run time">series of re-runs of some old posts</a> with a short article that I wrote some years ago for my first homepage. My goal was to explain my personal approach to the music and personality of J. S. Bach whom I view as the greatest composer, nay, the greatest artist, ever. In particular, I emphasize how he blends mathematical sophistication and deeply-felt spirituality, rationality and emotions, in a unique way. I also mention his humble concept of his own role as a "musical scientist" or maybe a mediator between heaven and earth rather than a "genius". The entire article is ripe with fanboy-like enthusiasm, but, hey, I was young back then.</i></p>
		<p><img src="http://christianflury.com/images/blog/bachjs_2.jpg" style="float:left;margin:20px;" />Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) ist für mich der größte Komponist aller Zeiten. Sein vollkommenes Können ist weder vor noch nach ihm jemals erreicht worden, und ich wage auch schwer zu bezweifeln, ob in Zukunft je ein Komponist, ja, irgend ein Künstler, sich zu solcher Höhe aufschwingen wird. Kein anderer versteht es wie er, mathematische Klarheit und klangliche Schönheit miteinander in Einklang zu bringen. In vielerlei Hinsicht ist er für mich ein Vorbild, sowohl als Künstler wie auch als Mensch.</p>

<p>Diese Faszination machte sich bei mir schon in frühester Kindheit bemerkbar. Ohne dass ich damals viel von Musik verstanden hätte, stach für mich Bach unmittelbar aus allem hervor, was ich kannte, als wäre er mir wie verwandt. Mit zunehmendem Alter wusste ich mehr über sein Leben, verstand mehr vom Aufbau seiner Stücke, stets entdeckte ich Neues in seiner Musik, und das geht mir bis heute so.</p>

<p>Denn nirgendwo sonst gehen geistige Durchdrungenheit und unmittelbare Ehrlichkeit, analytische Strenge und spielerische Phantasie, mathematische Genauigkeit und spirituelles Empfinden derart friedlich miteiander einher, nirgendwo sind Geist und Seele einander so nahe wie in Bachs Musik. Zeitlos spricht aus seinen Werken jene höhere Wahrheit, die der Mensch in der Kunst sucht.</p>

<p>Oft hört man, zu Beginn der Neuzeit habe sich die Kunst vom Handwerk emanzipiert, und hat dabei einen bestimmten aus dem 19. Jahrhundert stammenden Künstlerbegriff im Kopf: den eines frei seiner Intuition folgenden, tief empfindenden Individuums. Nur zu gerne verwechselt man dabei Freiheit der Kunst mit Beliebigkeit der Kunst. Das ist mit dem heutigen Selbstverwirklichungswahn noch schlimmer geworden, und bisweilen wird gar überhaupt Kunst mit Ausdruck gleichgesetzt.</p>

<p>Bach seinerseits hätte wahrscheinlich Musik zwar nicht als Handwerk, aber ebenso wenig als Mittel zur Selbstverwirklichung betrachtet. Er verwendete gerne den damals verbreiteten Begriff von der "musikalischen Wissenschaft". Dieser mag für uns verstaubt klingen - doch sind Wissenschaft und Kunst nicht in der Tat zwei Schwestern? Versuchen nicht beide auf ihre Art und Weise der Welt auf den Grund zu gehen, sind nicht beide auf der Suche nach der Wahrheit, wollen nicht beide Neues finden, herausfinden und erfinden?</p>

<p>Bei dieser Suche zeichnet sich Bach durch eine Demut aus, die bei anderen Künstlern selten ist, so sehr, dass uns selbst das Wort etwas antiquiert anmutet. Wenn er die meisten seiner Werke mit dem Kürzel SDG ("Soli Deo Gloria", d.h. "allein zur Ehre Gottes") zeichnet, so ist dies in meinen Augen Ausdruck nicht sosehr tiefer Religiosität im engeren Sinne, als vielmehr einer weiter gefassten Dankbarkeit gegenüber jenem Höheren, das seinen Schimmer auf seine Musik legt. Diese Bescheidenheit - sei es nun aus einer christlichen Optik wie der Bachs heraus oder auch aus einer völlig anderen - scheint mir eine wichtige Grundlage hoher Kunst zu sein.</p>

<p>Bisweilen wird Bach gerne als finster, streng und konservativ dargestellt. Doch dabei übersieht man meiner Ansicht nach einen seiner wesentlichen Wesenszüge: eine Art, über den Dingen zu stehen. Während andere, gerade zu seiner Zeit, in der Kunst einfach strikt Regeln befolgten, die sie vorher aufgestellt hatten, setzte er sich mit den Flügeln der kreativen Logik gerne über solche künstlichen Regeln hinweg. Während selbst innerhalb der einzelnen Konfessionen die spitzfindigsten Glaubensstreite ausgefochten wurden und der Kontinent noch unter dem Eindruck barbarischer Religionskriege stand, schuf er, der evangelische Kirchenkomponist par excellence, eine katholische (oder zumindest Katholizismus-kompatible) Messe. Während andere Komponisten einen bestimmtem Stil pflegten, dem sie sich verschrieben hatten, beschäftigte er sich mit allen europäischen Stilrichtungen und verarbeitete sie in seiner Kunst. Es war eine unspektakuläre, so ganz und gar nicht zur Schau getragenene Form der Offenheit, allein aus der Zeitlosigkeit seiner Musik lächelt sie uns bis heute zu.</p>

<p>Auch als Mensch ist Bach für mich beeindruckend. Bei ihm gehen Genie und Wahnsinn mitnichten mit einander einher. Im Gegenteil: Er war wahrscheinlich einer der umgänglichsten Künstler der Geschichte. Obschon er schon im Alter von neun Jahren zum Vollwaisen wurde und ihm später, als er gerade auf einer Reise war, seine erste Frau unerwartet vom Tod entrissen werden sollte, blieb ihm jeder Anflug von Verbitterung fremd. Wissbegierig und offen trat er Neuem gegenüber. Er reiste viel, wenn auch in einem geographisch eng eingegrenzten Gebiet, und nahm dabei oft unvorstellbar lange Fußmärsche auf sich. Das Leben verschlug ihn von einem Ort zum anderen, oft nicht gerade nach seinen Wünschen, doch überall gab er sein Bestes, unabhängig von den Aussichten, die sich ihm dadurch boten. Ja, als Thomaskantor in Leipzig musste er sogar in der Schule Lateinstunden geben, doch auch dies schien er nicht für unter seiner Würde zu befinden. Wenn ihm Unrecht widerfuhr, war seine Antwort ernst, korrekt und überlegt. Wohl einer der produktivsten Komponisten seines Kalibers, fand er dennoch Zeit, seinen vielen Kindern eine für seine Zeit erstaunlich fortschrittliche Erziehung angedeihen zu lassen und seine Kunst an sie weiterzugeben.</p>

<p>In meinen Augen ist seine Musik nicht Ausdruck einer bestimmten Künstlerpersönlichkeit, einer bestimmten Zeit oder einer bestimmten Kultur. Sie ist vielmehr ein zeitloses Geschenk an die ganze Menschheit.</p>

<p>Keinem Geringerem als Ludwig van Beethoven wird der Ausruf zugeschrieben: "Nicht Bach, Meer sollte er heißen!"</p>
                <p>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/music" rel="tag" class="technorati" title="music">music</a> <a href="http://technorati.com/tag/bach" rel="tag" class="technorati" title="bach">bach</a> <a href="http://technorati.com/tag/js+bach" rel="tag" class="technorati" title="js bach">js bach</a> <a href="http://technorati.com/tag/johann+sebastian+bach" rel="tag" class="technorati" title="johann sebastian bach">johann sebastian bach</a></p>
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         </content:encoded>
         <pubDate>Mon, 12 Mar 2007 11:11:22 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Re-run Time</title>
         <description><![CDATA[<p>When I moved to my new CMS and design in autumn, I could not really figure how my old articles on music and my free-market advocacy would best fit in with the new structure. This is a pity: I noticed that a lot of visitors come here exactly for that content which is currently offline. Since this blog has not ever had any sort of real focus anyway, I now decided to rerun them here. They are all in German, but I might give my English-speaking readers a brief summary.</p>]]></description>
         <link>http://christianflury.com/blog/2007/03/rerun_time.html</link>
         <guid>http://christianflury.com/blog/2007/03/rerun_time.html</guid>
         <category>Loose Talk</category>
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                 <p>When I moved to my new CMS and design in autumn, I could not really figure how my old articles on music and my free-market advocacy would best fit in with the new structure. This is a pity: I noticed that a lot of visitors come here exactly for that content which is currently offline. Since this blog has not ever had any sort of real focus anyway, I now decided to rerun them here. They are all in German, but I might give my English-speaking readers a brief summary.</p>
		<p>I also added a new category, <i>thoughts on music</i> where I plan not only to republish my old articles, but also write new ones from time to time. I hope you'll enjoy them and I'd like to offer my apologies for not translating them into English; but that would honestly be too much work given their sometimes excessive length.</p>
                <p>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/music" rel="tag" class="technorati" title="music">music</a></p>
        ]]>
         </content:encoded>
         <pubDate>Sun, 11 Mar 2007 16:38:39 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Spreadsheets and localization</title>
         <description><![CDATA[<p>Just noticed: It's not only Microsoft Excel, even OpenOffice.org does localize keywords. Why? Why?!</p>]]></description>
         <link>http://christianflury.com/blog/2007/03/spreadsheets_and_localization.html</link>
         <guid>http://christianflury.com/blog/2007/03/spreadsheets_and_localization.html</guid>
         <category>Localization and Internationalization</category>
         <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
        <![CDATA[
                 <p>Just noticed: It's not only Microsoft Excel, even OpenOffice.org does localize keywords. Why? Why?!</p>
		<p>So (in my German version) you have to type "HEUTE()" instead of "TODAY()", or "WENN(...)" instead of "IF(...)". I think all German-speaking users of any spreadsheet application know those basic words in the English language. Why localize them? It's just confusing if you are working in a multilingual environment. In any case, they are reserved words anyway, not actual <i>language</i>. Therefore, what's the point?<br />
I think this just complicates things. Any objections?</p>
                <p>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/spreadsheet" rel="tag" class="technorati" title="spreadsheet">spreadsheet</a> <a href="http://technorati.com/tag/localization" rel="tag" class="technorati" title="localization">localization</a> <a href="http://technorati.com/tag/keywords" rel="tag" class="technorati" title="keywords">keywords</a> <a href="http://technorati.com/tag/excel" rel="tag" class="technorati" title="excel">excel</a> <a href="http://technorati.com/tag/openoffice+org" rel="tag" class="technorati" title="openoffice.org">openoffice.org</a></p>
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         </content:encoded>
         <pubDate>Wed, 07 Mar 2007 23:24:42 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Important Difference Between List-Based and Cell-Based Feeds With The Google Spreadsheets API</title>
         <description><![CDATA[<p><i>(See below for update. Turns out I should've RTFM *blush*.)</i><br />
Yesterday night, I hacked together a little script that notifies some of my friends via email when a given sort of changes have been made to a Google Spreadsheet that we are working on. It was a nice opportunity to familiarize with the new <a href="http://code.google.com/apis/spreadsheets/gdata.html" title="Google Spreadsheets Data API Developer's Guide">API</a> – it may still lack some advanced features, but it's simple, logical and easy to use.<br />
However, I was bitten by one peculiarity that is not documented too clearly: It appears that the list-based feeds only cover the the rows <i>above the first empty row</i> regardless whether more data may be present after the gap. The cell-based feeds, on the other hand, will report all non-blank cells, regardless of blank rows.</p>]]></description>
         <link>http://christianflury.com/blog/2007/02/important_difference_between_l_1.html</link>
         <guid>http://christianflury.com/blog/2007/02/important_difference_between_l_1.html</guid>
         <category>Web Development and Programming</category>
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        <![CDATA[
                 <p><i>(See below for update. Turns out I should've RTFM *blush*.)</i><br />
Yesterday night, I hacked together a little script that notifies some of my friends via email when a given sort of changes have been made to a Google Spreadsheet that we are working on. It was a nice opportunity to familiarize with the new <a href="http://code.google.com/apis/spreadsheets/gdata.html" title="Google Spreadsheets Data API Developer's Guide">API</a> – it may still lack some advanced features, but it's simple, logical and easy to use.<br />
However, I was bitten by one peculiarity that is not documented too clearly: It appears that the list-based feeds only cover the the rows <i>above the first empty row</i> regardless whether more data may be present after the gap. The cell-based feeds, on the other hand, will report all non-blank cells, regardless of blank rows.</p>
		<p>I don't know if this is a feature or a bug, but I think it is important to keep it in mind when querying data that was entered manually by the user &ndash; after all, it's easy for a human editor inadvertently to leave a row blank, and client applications that use the list-based feed would then just refuse to take notice of the rest of the spreadsheet.<br />
Note that the same goes for structured queries based on list feeds and cannot be circumvented specifying a <i>start-index</i> higher than the row where the gap occurs.<br />
Therefore, for the time being, it would appear more appropriate to use cell-based feeds when a spreadsheet could have been modified by manual user-input.</p>

<p><b>UPDATE: Turns out I must have skipped the <a href="http://code.google.com/apis/spreadsheets/gdata.html#listFeedExample" title="Documentation">relevant section in the documentation</a>. In fact, it is well documented and the recommended work-around is to insert a single dot in empty rows. Thanks to Pamela Fox from Google for pointing this out.</b></p>

<p><b>UPDATE 2: It's important to note that you'd have to manually insert the dots. Therefore, in my example, i.e. if your client application reads a spreadsheet that has been edited manually by a user, I'd still stick to the cell-based approach because a user cannot be trusted not to leave rows blank inadvertently.</b></p>
                <p>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/google+spreadsheets" rel="tag" class="technorati" title="google spreadsheets">google spreadsheets</a> <a href="http://technorati.com/tag/google+office" rel="tag" class="technorati" title="google office">google office</a> <a href="http://technorati.com/tag/google+api" rel="tag" class="technorati" title="google api">google api</a> <a href="http://technorati.com/tag/api" rel="tag" class="technorati" title="api">api</a></p>
        ]]>
         </content:encoded>
         <pubDate>Wed, 14 Feb 2007 08:27:16 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Sharing my Firefox “Wow” Moment – FF 3.0 to support offline web apps</title>
         <description><![CDATA[<p>This morning started with a genuine “Wow” moment: On Read/Write Web, I learnt that Robert O’Callahan from Mozilla has announced that <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/firefox_3_offline_apps.php" title="Firefox 3 To Support Offline Apps">Firefox 3.0 will allow for offline access to web applications</a> (as reported by <a href="http://www.drury.net.nz/2007/02/03/firefox3-web-apps-game-changer/" title="Rod Drury's article">Rod Drury</a>). Obviously, some re-engineering will be required to enable a web app for offline functionality, and the typical application might not expose its full functionality in offline mode.</p>
<p>But, hey, this is still revolutionary: Imagine you want to keep working on some documents in Google Docs when on an air plane: currently you have to remember to download them before and upload them again afterwards. Even worse, if others work on them concurrently, you might unwillingly undo their changes. Imagine you could just open Google Docs in your browser while offline without all the hassle and error-proneness of “manual synchronization”.</p>]]></description>
         <link>http://christianflury.com/blog/2007/02/my_firefox_wow_moment_ff_30_to.html</link>
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         <category>Web Development and Programming</category>
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        <![CDATA[
                 <p>This morning started with a genuine “Wow” moment: On Read/Write Web, I learnt that Robert O’Callahan from Mozilla has announced that <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/firefox_3_offline_apps.php" title="Firefox 3 To Support Offline Apps">Firefox 3.0 will allow for offline access to web applications</a> (as reported by <a href="http://www.drury.net.nz/2007/02/03/firefox3-web-apps-game-changer/" title="Rod Drury's article">Rod Drury</a>). Obviously, some re-engineering will be required to enable a web app for offline functionality, and the typical application might not expose its full functionality in offline mode.</p>
<p>But, hey, this is still revolutionary: Imagine you want to keep working on some documents in Google Docs when on an air plane: currently you have to remember to download them before and upload them again afterwards. Even worse, if others work on them concurrently, you might unwillingly undo their changes. Imagine you could just open Google Docs in your browser while offline without all the hassle and error-proneness of “manual synchronization”.</p>
		<h3>The growing need for better synchronization</h3>
<p>Web apps are great – I personally use most of the Google services and love them. No more moving files between different machines, your data is associated with you as an individual rather than with one particular machine, and you can access it from anywhere (even from a friend's computer or an Internet café whatever OS they may run).</p>
<p>However, most people are not constantly online. I like to work on the underground, on the train, on the plane, at the beach and I do not want to be unable to access the thing I was just working on if my modem or router goes down. When something like this happens, having your stuff on your own hard-drive suddenly becomes a life-saver.</p>
<p>The solution is better integration between your local machine and the Internet. Right now, it's often cumbersome to keep your local and online content nicely synchronized (except in some rare cases: the Evolution calendar allows you to access, locally back-up, and synchronize with, your web calendar quite nicely).</p>
<h3>The Firefox approach – but how is it going to be implemented?</h3>
<p>So Mozilla wants to allow web apps to offer some of their functionality in offline mode as of release 3.0. Sounds great, but it left most readers wondering: How are they going to do that? After all, typical modern web applications talk to the server every two seconds and need to perform complex server-side calculations and to query large databases.</p>
<p>As Robert O’Callahan explained in a very elucidating comment on Read/Write Web, API-wise, the main idea is to introduce a new <i>rel</i> tag for storing application pages along with existing quasi-standards: WHATWG DOM client-side storage (sometimes labelled “super-cookies”), jar URLs and WHATWG online/offline sensing (an awful lot of it is already implemented in the current FF – it's just that hardly anyone seems to use it yet). As he pointed out, some issues such as persistence remain to be solved in detail – but this already sounds extremely promising.</p>
<h3>One concern: user control</h3>
<p>One thought: Unfortunately, it appears that client-side storage is permitted by default, the same as cookies. I think once apps start storing massive amounts of data on the client for the sake of offline functionality, there's a clear difference compared to traditional cookies, and there should be a white-listing approach (i.e. the user has to explicitly allow sites to use client-side storage) rather than a black-listing approach as with cookies.</p>
<p>Additionally – I am not too familiar with this subject – but as a layman it bothers me how one will ensure that applications clean up behind themselves and don't “leak” storage space.</p>
<h3>Implications on Google's office solutions</h3>
<p>As pointed out on RWW, this will make Google Docs &amp; Spreadsheets much more competitive. Nonetheless, I hope it will not take momentum away from efforts (or, at least, the desire of many users) to integrate OpenOffice.org with Google Docs and Spreadsheets.</p>
<p>Apparently, Google has not announced any plans to enable its products for offline mode yet. However, I think they should do so (and help write a synchronizer for OpenOffice.org as well – come on, you know you can afford it.)</p>
<h3>Implications on the convergence of the Internet and the Desktop</h3>
<p>The increasing integration of Desktop and Internet is a fact. What a lot of people are asking themselves is whether the result will be a thin client (where everything will be done on the web) or a super-connective desktop making massive use of web services. As I have written <a href="http://christianflury.com/blog/2006/11/googleos_what_not_to_expect.html" title="GoogleOS: What Not To Expect">previously</a>, I think the end result will be neither, but something that we cannot imagine yet.</p>
<p>This new perspective adds an interesting approach: The web uses the storage and computing power of the local computer in a flexible way. The local machine as a backup. This is neither the thin-client philosophy, nor the connective desktop application philosophy. Still it moves the web and the local computer closer to each other.</p>
<h3>Implications on start-ups</h3>
<p>One of the great advantages of the Web 2.0 era has been to lower the barrier to entry for small teams with limited budgetary means and a great software idea. These new possibilities take this tendency even further: now you will be able to offer a software product that's usable both online and offline without the bother of duplicating the functionality of your web product on the desktop or vice versa.</p>
<h3>The psychological implications for Web 2.0 adoption</h3>
<p>Before the Web 2.0 era, hardly anyone would have expected “real”, mature, user-friendly, intuitive, interactive software products from the web. Nowadays, this has changed, but psychologically, many users still do not feel as much “in control” on the web as on their own desktop. Knowing that your web-based application will keep working when you're offline will be of great help in making the average Joe (or the average business user) trust web applications and give them a sense of ownership of their remotely stored data.</p>
<h3>Good news for cross-browser compatibility</h3>
<p>Some concerns have been voiced concerning cross-browser compatibility. However, since it seems that wherever possible they use WHATWG (quasi-)standards – Safari and Opera are members of the WHATWG (Web Hypertext Application Technology Working Group), too –, it can be expected that the other major quality browsers will follow suit.</p>
<p>This is a beautiful day for browser innovation!</p>
                <p>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/Firefox" rel="tag" class="technorati" title="Firefox">Firefox</a> <a href="http://technorati.com/tag/Firefox+3" rel="tag" class="technorati" title="Firefox 3">Firefox 3</a> <a href="http://technorati.com/tag/FF" rel="tag" class="technorati" title="FF">FF</a> <a href="http://technorati.com/tag/FF3" rel="tag" class="technorati" title="FF3">FF3</a> <a href="http://technorati.com/tag/Mozilla" rel="tag" class="technorati" title="Mozilla">Mozilla</a> <a href="http://technorati.com/tag/web+applications" rel="tag" class="technorati" title="web applications">web applications</a> <a href="http://technorati.com/tag/google" rel="tag" class="technorati" title="google">google</a> <a href="http://technorati.com/tag/Robert+O+++Callahan" rel="tag" class="technorati" title="Robert O’Callahan">Robert O’Callahan</a> <a href="http://technorati.com/tag/synchronization" rel="tag" class="technorati" title="synchronization">synchronization</a></p>
        ]]>
         </content:encoded>
         <pubDate>Mon, 12 Feb 2007 20:04:29 +0100</pubDate>
      </item>
            <item>
         <title>Corrupted Plain-Text Email Messages – Ever Heard Of Base64?</title>
         <description><![CDATA[<p>Guys – and by guys, I mean the developers of about 90% of the emailing routines behind the avalanche of friendly emails from one of my mobile phone carriers, some well-known on-line retailer (don't remember whether it was ebay or Amazon) and a bunch of marketing communication from different shops, corporations some of which don't even have the excuse that they primarily target a pure-ASCII American public – guys, I've got a nice Conway quote for you:</p>
<blockquote><p>[...] if you're ready to concede that ASCII-centrism is a naïve façade that's gradually fading into Götterdämmerung, you might choose to bid it adiós and open your regexes to the full Unicode smörgåsbord [...].</p></blockquote>
<p>Well, actually that's the part which, as it appears, most people seem to have got by now (provided that they check user input at all, that is). However, it also seems “rather déclassé for an überhacking rōnin”, to quote Conway once again, to first ambitiously open up their regexes to the world and then leave those poor Unicode characters to their fate when emailing them in plain text over a 7bit ASCII mail server. Ever heard of base64? Or Quoted Printable encoding for that matter?</p>]]></description>
        